Montag, 30. Juli 2012

Fasziendistorsionsmodell Kurs beim Verband der Osteopathen Deutschland e.V.

Im Oktober wird zum ersten Mal ein Fasziendistorsionsmodell Kurs beim Verband der Osteopathen Deutschland e.V. (VOD) stattfinden. Der VOD ist der größte Osteopathieverband Deutschlands.
Leiten wird den Kurs der Wiener FDM Instruktor Stefan Anker M.Sc. D.O.. Stefan Anker ist Präsident des europäischen FDM Verbandes EFDMA und hat zum Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos eine Masterarbeit an der Donau- Krems Universität über die Reliabilität der Körpersprache nach dem FDM verfasst.
Das Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos wird stets mit der Osteopathie in Verbindung gebracht. Vermutlich ist dies unter anderem auf die Tatsache zurückzuführen, dass der Begründer des Fasziendistorsionsmodells, Dr. Stephen Typaldos, selbst Osteopath war. Dabei sind Unterschiede zwischen Osteopathie und Fasziendistorsionsmodell durchaus vorhanden.
In einer Übergangsphase wurde in Deutschland das FDM als Osteopathie nach Typaldos bezeichnet- vor allem bedingt durch eine Präsentation des FDM nach Typaldos in dem NDR Gesundheitsmagazin Visite und in der Welt am Sonntag durch Prof. Matthias Fink (AIM Hannover, MHH Hannover).
Mittlerweile haben sich die Bezeichnungen FDM nach Typaldos und Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos durchgesetzt. Die Bezeichnung Typaldos- Methode gilt als umstritten, da das Fasziendistorsionsmodell als methodenneutral gesehen wird.
Durch die im Oktober mit Stefan Anker beim VOD durchgeführten Kurse werden sicherlich weiter die tragenden Säule in der Diagnose und der Therapiefindung nach Fasziendistorsionsmodell, die Körpersprache und die subjektiven Aussagen der Patienten, weiter Einzug auch in die Osteopathie in Deutschland erhalten.

Freitag, 27. Juli 2012

Dr. Christian Stein: Soziales FDM Projekt gestartet

Der FDM Instruktor Dr. Christian Stein (Osteopathie an der Oper) aus Hannover hat in Deutschland das erste soziale Fasziendistorsionsmodell- Projekt gestartet. Das neue FDM Projekt nennt sich "Hilfe für die Helfer".
Es werden in diesem Projekt Menschen unentgeltlich behandelt, die sich sozial für andere Menschen engagieren. Eine erste Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche führte dazu, dass Dr. Stein mit seinem Team um FDM Therapeutin Elke Wiese und FDM Therapeut Klaas Stechmann einige Patienten aus dem sozialen Bereich nach dem Fasziendistorsionsmodell behandelte. Es wurden teilweise schon lange bestehende Beschwerden erfolgreich mit dem FDM nach Typaldos angegangen.
Neben dem Engagegement von Dr. Stein ist auch Dr. Georg Harrer (Wien) als weiterer FDM Instruktor zu nenen, der das Fasziendistorsionsmodell nutzt, um es für soziale Zwecke in Afrika einzusetzen. Neben den FDM Kursen in Westafrika (Burkina Faso), die auch von vielen FDM Therapeuten aus Österreich, Deutschland und Frankreich unterstützt wurden, haben massgeblich Dr. Harrer und seine Mutter Dr. Gertrude Harrer, den Verein "Schule für Loumbila" initiiert. Der Hauptorganisator der Fasziendistorsionsmodellkurse in Burkina Faso, Dr. Issa Ouedraogo, hat mit Hilfe der Harrers eine Schule in Burkina Faso aufgebaut. Entscheidender Überlebensfaktor für die Schule wird nicht der Bestand des Schulgebäudes, sondern das aufzubringende Schulgeld sein. Weitere Informationen zu Spenden oder anderen Formen der Unterstützung für dieses Projekt sind unter http://www.loumbila.at/ veröffentlicht.

Dienstag, 24. Juli 2012

Daimler und energie BKK erstatten anteilig osteopathische Behandlungen

Mit der betriebsbezogenen Daimler Betriebskrankenkasse für Mitarbeiter und deren Angehörige der Daimler AG und der energie BKK erstatten seit dem ersten Juli weitere BKKs anteilig osteopathische Leistungen.
Die Daimler BKK mit etwa 260 000 Versicherten erstattet sechsmal jährlich 80 Prozent einer Osteopathiebehandlung zu maximal 60 Euro pro Behandlung. Der leistungserbringende "Osteopath" muss bestimmte Grundkriterien erfüllen, die auf der Internetseite der Daimler AG einsehbar sind.
Laut der Beschreibung der Daimler BKK löst die Osteopathie Blockaden und bringt die Körpersysteme wieder ins Gleichgewicht (in welchem sie möglichst bis zum nächsten Jahr bleiben, wenn die Daimler AG erst dann wieder 80 % der osteopathischen Behandlung übernimmt).
Für die Erstattung müssen die Daimler BKK Versicherten aber einen Arzt haben, der ihnen vorher das "Blockadelösen" verordnet.
Die energie BKK mit etwa 85 000 Versicherten und Sitz in Hannover, ist eine offene Betriebskrankenkasse die ursprünglich aus Energieunternehmen wie eon und Vattenfall entstanden ist. Sie erstattet zwar 90 % Prozent anteilig einer osteopathischen Leistung, aber auch ausschliesslich bis 60 Euro pro Behandlung (sechsmal jährlich). Die restlichen Bedingungen gleichen denen der Daimler AG und der meisten restlichen BKKs, die seit kurzem anteilig osteopathische Leistungen erstatten.
Begonnen hatte die Welle mit der Techniker Krankenkasse (TK), die zu Beginn des Jahres die Osteopathie- Initiative begonnen und zwischenzeitlich sogar mit dem Ausstrahlen von Osteopathie- Werbespots im Fernsehen unterstützt hatte. Von Beginn an gab es auch Kritik an der Techniker Krankenkasse und Ihrer Osteopathiekostenübernahme.
Direkt im Anschluss begannen auch andere Krankenkassen wie die Bahn BKK und die BKK Essanelle Osteopathie anteilig Ihren Versicherten zu erstatten.

FDM Video: Hip injury or pulled muscle?

A spectacular new FDM video was published today by Keisuke Tanaka FDM O. on his Youtube channel tanakaorthopathic. Under the headline "Hip injury or pulled muscle?" Tanaka has recorded a treatment after Fascial Distortion Model and placed online.

A young Japanese karate champion comes with his trainer in the FDM practice of Keisuke Tanaka, in Fukuoka. He has drawn upon stretching pain in the groin area and since then also complains about an impairment of the hip.

Keisuke Tanaka FDM O. tests the movements in the region of the young Karateka after the Fascial Distortion Model. Then the young man should show the movements with which he can trigger the symptoms.

In a stretch position while sitting Tanaka treats with FDM techniques here and can produce almost complete freedom from symptoms again in this position.

In the following Tanaka makes him a karate kick to perform at head height (using a claw). In this movement the Karatekas motion stops, because a pain occurs in groin area. Tanaka treats following the preparatory step into position. Then the young man can run free of pain again with full force to karate kick in the mitt.


A spectacular treatment success by Keisuke Tanaka, who once more proves how much the Fascial Distortion Model founded by Dr. Stephen Typaldos D.O. is needed in professional sports and is also usable.
The FDM video is again with English subtitles. The patient's face, his company and the FDM techniques are, based on a decision of the Third International Symposium FDM four years ago,(
FDM U.S. American Association AFDMA, the European FDM Union EFDMA and the Asian FDM Association  FAA) are hidden.

FDM Video auf Youtube: Karate Champion mit Leistenschmerzen

Ein neues spektakuläres FDM Video wurde heute von Keisuke Tanaka FDM O. auf Youtube veröffentlicht. Unter der Überschrift "Hüftverletzung oder gezerrter Muskel?" hat Tanaka eine Behandlung nach dem Fasziendistorsionsmodell aufgezeichnet und Online gestellt.
Ein junger japanischer Karatechampion kommt mit seinem Trainer in die FDM Praxis von Keisuke Tanaka in Fukuoka. Er hat sich beim Dehnen Schmerzen in der Leistengegend zugezogen und klagt seitdem auch über eine Funktionseinschränkung der Hüfte.
Keisuke Tanaka FDM O. testet die Bewegungen in der Region nach dem Fasziendistorsionsmodell und lässt den jungen Karateka die Bewegungen zeigen, mit denen er die Beschwerden auslösen kann.
In einer Dehnposition im Sitzen behandelt Tanaka mit Techniken nach dem Fasziendistorsionsmodell und kann hier die fast völlige Beschwerdefreiheit wieder herstellen.
Im Anschluss lässt Tanaka ihn einen Karatekick in Kopfhöhe durchführen (unter Zuhilfenahme einer Pratze). Bei dieser Tritt- Bewegung bricht der junge Mann ab, weil ein Schmerz auftritt. Tanaka behandelt im Anschluss in der vorbereitenden Tritt- Position. Daraufhin kann der junge Mann wieder mit voller Wucht den Karatetritt in die Pratze beschwerdefrei ausführen.
Ein spektakulärer Behandlungserfolg durch Keisuke Tanaka, der wieder einmal mehr belegt, wie sehr das Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos im Spitzensport benötigt wird und einsetzbar ist.
Das FDM Video ist wieder mit englischen Untertiteln versehen. Das Gesicht des Patienten, seiner Begleitung und im Bereich der FDM Techniken sind aufgrund eines Beschlusses vom dritten Internationalen FDM Symposium vor vier Jahren des us- amerikanischen FDM Verbandes AFDMA, des europäischen Verbandes EFDMA und des asiatischen Verbandes FAA verpixelt.

Montag, 23. Juli 2012

FDM Seminar in Kyushu

Auf der südlichsten Insel Japans, Kyushu, hat in Fukuoka am vergangenen Wochenende ein FDM Seminar mit Keisuke Tanaka FDM O. statt gefunden.
Die Teilnehmer des FDM Seminares beim Schauen eines FDM Videos
Der japanische FDM Verband FAA veranstaltet jeden Monat Ein- Tages- FDM- Seminare mit Keisuke Tanaka FDM O. und Kohei Iwata. Abwechselnd finden die FDM Seminare in Tokyo, Osaka oder in Kyushu statt. Einmal im Jahr veranstaltet die FDM Asian Association (FAA) ein Internationales oder FDM Seminar über zwei Tage.
Ein großes Thema des Seminares war unter anderem die steife Schulter (Frozen Shoulder, Stiff Shoulder).

Geübt wurde von den japanischen FDM Therapeuten unter anderem die sogenannte Schwimmer- Technik von Dr. Typaldos.
Das nächste FDM Seminar über zwei Tage wird voraussichtlich im Februar statt finden. Im nächsten Jahr wird wieder eine große FDM Delegation aus Europa nach Japan reisen, um den Austausch der Internationalen FDM Verbände zu fördern.

FAA: FDM im Krankenhaus/ FDM in Hospital

In der orthopädischen Klinik des Hagiwara Krankenhauses der japanischen Stadt Nyūzen, wird seit neuestem auch das Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos zur Diagnose und Behandlung von Beschwerden angewandt. Verantwortlich zeichnet der Direktor der Orthopädischen Klinik Yasuo Hagiwara, der das FDM begeistert einsetzt und verbreitet. 
Direktor Yasuo Hagiwara Hagiwara

Damit ist neben dem FDM Ambulatorium durch Dr. Lukas Gallei im Burgenland (Österreich), ein weiterer Schritt in Richtung der Verbreitung des Fasziendistorsionsmodells nach Typaldos im konventionellen Medizinbetrieb sichtbar.
Wie schon Dr. Georg Harrer (Wien) bei seinem Typaldos Video Seminar vor kurzem in Wien berichtete, war der Begründer des Fasziendistorsionsmodell, Dr. Stephen Typaldos, wegen der Ausübung im Krankenhausbetrieb stets eher Entbehrungen und Einschnitten ausgesetzt gewesen. Dass in einem japanischen Krankenhausbetrieb das FDM Einzug erhält, dürfte gerade den japanischen FDM Instruktor Keisuke Tanaka FDM O. freuen und mit Stolz erfüllen, der die Erinnerung an Dr. Typaldos und die Wertschätzung seines Vermächtnisses stets in Erinnerung hält.

Montag, 16. Juli 2012

Neues FDM Video auf Youtube

Vor wenigen Stunden hat Keisuke Tanaka FDM O., japanischer FDM Instruktor und langjähriger Schüler von Dr. Stephen Typaldos D.O. (1957- 2006), ein neues Video zur Behandlung von Knöchelschmerzen mit dem Fasziendistorsionsmodell bei Youtube eingestellt.
Das FDM Behandlungsvideo zeigt einen jungen Studenten mit akuten Knöchelschmerzen, die durch ein akutes Trauma entstanden sind. Keisuke Tanaka testet im Sitzen die Beweglichkeit und palpiert die Region um den Knöchel. Er kommt anhand der Palpation und Klinik zu dem Urteil, dass vermutlich einige kleine Bänder um den Knöchel herum gerissen sind, aber keine Fraktur vorliegt.
Nach dem Testen der Dorsalflexion behandelt Tanaka die sogenanntte Anterior Ankle Continuum Distortion (AACD)- die Kontinuumdistorsion am vorderen Knöchel. Schlagartig verbessert sich die Dorsalflexion des Patienten.
Im Anschluß zeigt der Patient noch Triggerbänder um den Knöchel herum und am Schienbein, sowie an der Wade, wodurch sich das Gangbild wieder normal einstellt und der Patient auch wieder springen kann.
Das FDM Video von Tanaka ist wieder mit englischen Untertiteln versehen, die Behandlungsbereich und das Gesicht des Patienten sind verpixelt.


Faszienforschung mit Thomas W. Findley

In der us- amerikanischen Stadt Albany im Staat New York findet am 30. August 2012 ein Faszienseminar mit Thomas W. Findley MD statt. Findley ist unter anderem einer der Hauptverantwortlichen in der Gestaltung der Faszienkongresse der letzten Jahre. Er ist Arzt und zertifizierter Rolfer und hat in den letzten Jahren viel auf dem Gebiet der Faszienforschung gearbeitet. In den USA ist Findley durch die Behandlung des Schauspielers und Supermann Darstellers Christopher Reeve bekannt geworden.
In dem Faszien- Kurs im August wird es um Faszienforschung und seine klinische Anwendung etwa hundert Jahre nach dem Begründer der Osteopathie, Dr. Andrew Taylor Still, gehen. Findley wird Publikationen und Beobachtungen zu Faszien vorstellen, die noch zur Zeit A.T. Stills formuliert wurden. Dabei wird es um zelluläre und molekulare Ebenen, aber auch um Verbindungen im Körper gehen.
Der Kurs richtet sich an Physiotherapeuten und Rolfer, aber auch an Trainer von Hochleistungssportlern oder PTAs. Findley möchte eine Brücke schlagen zwischen historischem Wissem und neueren Forschungsergebnissen.
Weitere Informationen und Anmeldung zum Faszienkurs und unter: http://www.cnwsmt.com/redpines.php

Samstag, 14. Juli 2012

BKK Mobil Oil: Kostenübernahme für Osteopathie

Laut eines Kommentars von "Antje Eckert" auf diesem Blog hat die BKK Mobil Oil bereits hat einen Vertrag für die Kostenübernahme für Osteopathie geschlossen. Dieser ist jedoch noch nicht offiziell gültig. Es muss erst eine Genehmigung der zuständigen Aufsichtsbehörde (des Bundesversicherungsamtes) erfolgen. Frau Eckert bittet um "ein bisschen Geduld", dann würde die BKK Mobil Oil die Kosten für osteopathische Behandlungen übernehmen. Allerdings ist nicht klar, in welchem Umfang die BKK Mobil Oil die Kosten für Osteopathiebehandlungen ihren Versicherten zukünftig erstattet.
Der Link im Namen von Frau Eckert führt zur Internetseite der Betriebskrankenkasse Mobil Oil.

FDM nach Typaldos im Spitzensport mit Klaus Eder und Dr. Marcus Schönaich

In Hannover fand heute das Seminar "FDM im Spitzensport" mit Klaus Eder (Eden Reha) und Dr. Marcus Schönaich (Hannover 96) statt.

Der Vortragssaal an der Niedersächsischen Ärztekammer in Hannover war gut gefüllt mit FDM Therapeuten aus ganz Deutschland, die dieses von der Arbeitsgemeinschaft Interdisziplinäre Medizin (AIM) durchgeführte FDM Special Seminar besuchten.
Klaus Eder, seines Zeichens Chef- Physiotherapeut des Deutschen Fussball Bundes (DFB) und Leiter des Therapiezentrums Eden- Reha, ist gerade von der Fußball- Europameisterschaft zurückgekehrt und konnte den Teilnehmern einen Eindruck vom Einsatz des Fasziendistorsionsmodells nach Typaldos bei der Deutschen Fußballnationalmannschaft vermitteln. Er wies gleich zu Beginn seines Vortrags darauf hin, dass das FDM nach Typaldos aus dem Spitzensport nicht mehr wegzudenken ist. Hatte es vor etwa 20 Jahren noch einen DIN A5 Zettel mit verbotenen Doping- Substanzen im Sport gegeben, so würden nun die untersagten Mittel ein ganzes Buch füllen. Dies verschaffe manuellen Interventionen eine sehr exklusive Daseinsberechtigung im Spitzensport. Gerade im Fußball und im Tennis muss innerhalb weniger Minuten entschieden werden, ob und dass ein Spieler weitermachen kann. Gerade die Drucktechniken des FDM  mit ihren leicht überschwelligen Reizen machen den FDM Therapeuten, laut Klaus Eder, zu einem "Besteller", der neben der mechanischen Wirkung, die Synthesetätigkeit der reparativen Kräfte im Organismus starte. Dabei fügte Eder Expertenwissen aus dem Spitzensport wie die Östrogentheorie des Dr. Ben Mandelbaum, Arzt des Fußballverbandes der USA, ein, dass bei Frauen zyklusabhängige Verletzungen im Spitzensport beobachtet wurden.
von rechts nach links: Dr. Marcus Schönaich, Klaus Eder, Thorsten Fischer (Moderator)

Am häufigsten werde er im Profi- Fußball wegen Kontinuumdistorsionen auf den Platz gerufen, meinte Eder und legte dar, dass er oftmals in schmerzbelasteter Position unter Vordehnung nach dem Fasziendistorsionsmodell behandle. Er plädierte dafür, bei einer Behandlung nach dem FDM nicht von "heilen", sondern von "korrigieren" zu sprechen. Auch sein Kollege, der Sportarzt Dr. Hans-Wilhelm Müller- Wohlfahrt, kennt das Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos und gemeinsam mit Eder setzen sie die Nomenklatur des FDM in der täglichen Arbeit mit Spitzensportlern ein.
Dadurch, dass alle 6 Sekunden beim Fußball ein Richtungswechsel stattfinde, so Eder, würde gerade die untere Extremität im Fußball starken Belastungen ausgesetzt. Eine Zusammenarbeit zwischen Arzt und Physiotherapeut sei dabei unabdingbar. Zu dem Fasziendistorsionsmodell setzt Klaus Eder noch andere manuelle Therapiekonzepte wie Rolfing oder Osteopathie ein, um beschwerdeaufrechterhaltende Faktoren ausserhalb der betroffenen Stelle umgehend erkennen und behandeln zu können.
Nach Klaus Eder trat am Nachmittag Dr. Marcus Schönaich vom Bundesligaverein Hannover 96 auf und beschrieb den Einsatz des FDM nach Dr. Typaldos in der Fußball- Bundesliga aus ärztlicher Sicht. Dr. Schönaich hatte vor kurzem durch die FDM Behandlung von Mame Diouf im Spiel gegen den belgischen Club Lüttich für medienwirksames Aufsehen gesorgt. Diouf konnte trotz Teilabriss der Bänder am Knöchel weiterspielen und noch ein wichtiges Tor für Hannover 96 erzielen.
Dr. Schönaich unterstützte die Aussagen von Klaus Eder, dass das FDM nach Typaldos im Spitzensport mittlerweile fest etabliert sei. Er zeigte den Teilnehmern Videos von Verletzungen und Fasziendistorsionen bei Spielen von Hannover 96, auf denen man die Körpersprache gut erkennen konnte. Dr. Schönaich gab einen Einblick in die täglichen Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit Profispielern und zeigte Live, wie er das Fasziendistorsionsmodell ohne Behandlungsliege auf dem Boden am Spielfeldrand anwendet.
Dr. Marcus Schönaich bei einer FDM Demonstration

Gerade die gute Resonanz im Spitzensport hat sich in den letzten Jahren für das Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos als eine gute Referenz für die weitere Verbreitung erwiesen.
Parallel zum FDM Spezial Seminar in der Ärztekammer fand in Hannover noch ein weiteres FDM Basismodul Seminar der AIM mit Dr. Georg Harrer statt.

Mittwoch, 11. Juli 2012

Salus BKK erstattet auch anteilig Osteopathie

Die Salus BKK, die sich selbst als "Gutfühlversicherung" bezeichnet, erstattet nun auch anteilig Osteopathie. Die Beschreibung zur Osteopathie und zur Kostenübernahme auf der Internetseite der Salus BKK gleicht fast wortwörtlich anderen BKK- Seiten zur Oteopathie. Von "Blockaden" und einem "Gleichgewicht der Körpersysteme" ist hier die Rede.
Neu ist, dass die Kostenübernahme für Osteopathie durch die Salus BKK nur maximal 5x pro Kalenderjahr erfolgt. Bei den meisten anderen BKKs oder der Techniker Krankenkasse (TK) sind es meist 6 Mal. Bei Kindern bis zu 12 Jahren erstattet die Salus BKK 100 % des Rechnungsbetrages des osteopathisch arbeitenden Therapeuten bis maximal 50 Euro.
Die Salus BKK, mit etwa 140 000 Versicherten hat ihren Sitz in Neu- Isenburg und ist aus der BKK der Philipp Holzmann AG hervorgegangen.

Dienstag, 10. Juli 2012

FDM Videos: Akute Rückenschmerzen

Keisuke Tanaka FDM O. hat gerade eine neues FDM Video hochgeladen, welches einen Patienten mit akuten Rückenschmerzen in seiner Praxis in Fukuoka auf der Insel Kyushu zeigt. Die akuten Rückenschmerzen traten nach dem Arbeiten mit der Schaufel auf und der Mann kann sich kaum noch nach vorne beugen und hat starke Schmerzen.
Keisuke Tanaka behandelt zuerst in Rückenlage mit der Frogleg- Technik und leichtem Zug. Im Anschluß kann der Mann sich schon besser bewegen und vor allem nach vorne beugen.
Gegen Ende der Behandlung setzt Tanaka im Stehen Schröpfköpfe auf und lässt den Mann bewegen. Dies nennt man Cupping with movement und ist eine FDM Technik für Zylinderdistorsionen.
Danach kann der Patient sich wieder gut bewegen- er kann sich hinhocken und nach vorne beugen. Auf seine Nachfragen woher denn die Beschwerden gekommen seien, antwortet Keisuke Tanaka leicht scherzhaft, dass er nur etwas Öl benötigt hätte.
Das FDM Video ist wieder mit englischen Untertiteln versehen und auf dem Youtube Kanal tanakaorthopathic von Keisuke Tanaka FDM O. unter
http://www.youtube.com/watch?v=DjKP5FbltUo&feature=em-uploademail
zu finden.

Sonntag, 8. Juli 2012

FDM Seminar mit Keisuke Tanaka FDM O. in Tokio

In Tokio hat an diesem Wochenende erneut ein FDM Seminar mit dem Präsidenten der japanischen FDM Association, Keisuke Tanaka FDM O. stattgefunden. Tanaka zeigte dabei die Variationen der FDM Techniken der Membrana interossea des Unterarmes. Dazu erläuterte er auch wichtige Hintergründe zur Funktion der Membrana interossea aus Sicht des Fasziendistorsionsmodells (FDM) und stellte häufige Probleme in der täglichen FDM Praxis da.
Keisuke Tanaka FDM O. auf dem FDM Seminar in Tokio
In Japan finden häufig FDM Seminare statt, die aber nur einen Tag dauern. Das nächste zweitägige FDM Seminar wird erst im Februar kommenden Jahres in Japan stattfinden.
FDM Instruktoren in Japan sind Kohei Iwata und Keisuke Tanaka FDM O., die noch vom Begründer des Fasziendistorsionsmodells, dem us-amerikanischen Sport- und Notfallmediziner Dr. Stephen Typaldos D.O., direkt ausgebildet wurden. Dr. Typaldos verstarb 2006 im Alter von 49 Jahren an einer Herzattacke. Die japanischen FDM Instruktoren und FDM Therapeuten um Keisuke Tanaka FDM O., Kohei Iwata und Junko Yamada besuchten in diesem Jahr zum Geburtstag von Dr. Typaldos dessen letzte Wirkungsstätte im us- amerikanischen Bundesstaat Maine.
Keisuke Tanaka stellt regelmässig auf seinem Youtube Kanal tanakaorthopathic FDM Videos mit englischen Untertiteln ein, in denen FDM Behandlungen und FDM Untersuchungen durch Tanaka zu sehen sind.
Keisuke Tanaka FDM O. beim Demonstrieren einer FDM Technik

 Zeitgleich mit dem Seminar feierte der zweite japanische FDM Instruktor, Kohei Iwata, seinen Geburtstag. An dieser Stelle Alles Gute zum Geburtstag vom Fasziendistorsionsmodell- Blog, Kohei!
ハッピーバースデー、康平

Samstag, 7. Juli 2012

Brandenburgische BKK und BKK_ Dürkopp-Adler: Osteopathie als Extra- Leistung

Die Brandenburgische BKK übernimmt "ab sofort" auch anteilig osteopathische Leistungen unter bestimmten Voraussetzungen. Die Brandenburgische BKK bietet an maximal 80 Prozent zu übernehmen- nur bis 50 Euro. Die BKK_ Dürkopp- Adler mit etwa 23 000 Versicherten und Sitz in Bielefeld, übernimmt seit dem ersten April dieses Jahres auch anteilig die Kosten für Osteopathie- aber zu 90 Prozent und maximal 65 Euro pro Behandlung. 
Wie bei vielen anderen Krankenkassen auch, muss die Osteopathie ärztlich verordnet sein und der osteopathische Therapeut muss bestimmte Grundvoraussetzungen der Osteopathiefortbildung erfüllen. Z.B. kann er laut der Brandenburgischen BKK ein "Diplom osteophatische Befunderhebung und Therapie" (Rechtschreibfehler im Original) vorweisen. Dies ist eine geschützte Marke- sie wird von der Ärztevereinigung für manuelle Medizin- Ärzteseminar Berlin e.V. ÄMM, vergeben und kürzt ab sich D.O.B.T.® ab. Der restliche Text auf der Seite der Brandenburgischen BKK ist ähnlich gehaltvoll wie der von den letztlich zum "Erstattungsteam Osteopathie" hinzugekommenen BKKs. Die BKK_Dürkopp- Adler verzichtet gänzlich auf erklärende Texte zur Osteopathie. 
Die Texte der Brandenburgischen BKK, sie hat etwa 10 000 Versicherte und ihren Sitz in Eisenhüttenstadt, unterscheiden sich so gut wie garnicht mehr von derer anderer BKKs zur Osteopathie. Einzig in diesem Fall dadurch, dass darauf hingewiesen wird, dass "Die osteopathische Behandlung keine per Sozialgesetzbuch geregelte Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (ist). Sie wird als Mehrleistung der Brandenburgischen BKK angeboten."
Das "h" in Osteopath wird in den Texten fleissig hin- und hergeschoben. Mal heisst es Osteopahtie oder "Ostheophaten" (BKK_ Dürkopp- Adler). Inhaltlich und orthografisch schient nicht viel Energie in die Texte geflossen zu sein. Was wieder einmal die Vermutung nahe legt, dass der Bekannheitsgrad der Osteopathie die primären Beweggründe für die anteilige Kostenübernahme einiger Kassen sein könnten.
Die BKK Schwesternschaft hat übrigens auch anteilig "Kosten für Osteopathie" in ihrem Programm der Extraleistungen. Allerdings in Kooperation mit dem Programm der HVB BKK für Osteopathie
Interessant ist auch, dass einige BKKs, wie beispielsweise die pronova BKK, dazu übergehen, Beschreibungen der Osteopathie auf ihren Internetseiten einzufügen, aber dort nicht explizit darlegen, ob sie die Kosten dafür tragen.

Weitere Fasziendistorsionsmodell (Typaldos) Kurse in der Schweiz

In der Schweiz schreitet die Verbreitung des Fasziendistorsionsmodells (FDM) nach Typaldos mit großen Schritten voran. Die Arbeitsgemeinschaft Interdisziplinäre Medizin (AIM) bietet nun auch FDM Kurse mit Dr. Georg Harrer (Wien) und Dr. Lukas Trimmel (Wien) in Zürich an.
Beginnen sollen die FDM Seminare in der Schweiz schon ab November 2012. Termine für FDM Seminare der AIM in Zürich für die FDM Grundmodule 1 bis 3 stehen schon bis 2014 fest.
Dr. Lukas Trimmel
Dr. Lukas Trimmel FDM Instruktor
Neu im Dozenten Team der AIM (die ihren Hauptsitz in Hannover hat) ist der Wiener Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation und FDM Instruktor (EFDMA) Dr. Lukas Trimmel.
Dr. Trimmel moderierte schon auf dem Internationalen FDM Kongress im letzten Jahr in Wien die Veranstaltung "Das Fasziendistorsionsmodell im Krankenhausbetrieb" und führte unter anderem als Moderator durch den FDM Kongress.
Die AIM führt neben den zukünftigen FDM Seminaren in Zürich auch FDM Seminare in Hannover und München durch. Am kommenden Wochenende wird an der Ärztekammer Hannover im Namen der AIM der gerade von der Fussball Europameisterschaft zurückgekehrte Chefphysiotherapeut der deutschen Fußballnationalmannschaft, Klaus Eder, gemeinsam mit dem Arzt von Hannover 96, Dr. Marcus Schönaich, ein FDM Seminar zum Fasziendistorsionsmodell im Spitzensport, halten.



Mittwoch, 4. Juli 2012

Zweite Fasziendistorsionsmodell Arbeitsgruppe in Hannover

Aufgrund der hohen Beteiligung und Nachfrage wird es in Hannover eine weitere FDM Arbeitsgruppe des europäischen FDM Verbandes EFDMA geben. Der FDM Arbeitskreis, unter der Schirmherrschaft des FDM Instruktors Dr. Christian Stein (Typaldos Akademie), wird sich am Donnerstag den 26. Juli von etwa 18.30 Uhr bis etwa 20.00 Uhr in der Praxis von Dr. Stein (Osteopathie an der Oper) in der Theaterstraße 14 in Hannover treffen. Interessenten melden sich bitte bei Klaas Stechmann klaas.stechmann(at)googlemail.com.
Die FDM Arbeitsgruppen der EFDMA dienen dem Austausch der verschiedenen Berufstände der FDM Therapeuten und der Sichtung schwieriger Patientenfälle.

Dienstag, 3. Juli 2012

Video: FDM nach Typaldos bei Knieschmerzen

Das neueste FDM Video von Keisuke Tanaka zeigt die Anwendung des Fasziendistorsionsmodells nach Typaldos bei Knieschmerzen.
Das FDM Video, das heute von Tanaka auf seinem Youtube Channel tanakaorthopathic hochgeladen wurde, trägt den Titel "Gerissenes Innenband am Knie" (Torn MCL). Auch dieses FDM Video ist wieder mit englischen Untertiteln versehen und die FDM Techniken und das Gesicht des Patienten sind verpixelt.
Ein junger Mann kommt in die Praxis von Tanaka und klagt über Knieschmerzen. Die Bewegungstests nach dem FDM zeigen Einschränkungen und Schmerzen am Knie. Die Kniebeschwerden traten nach einem Unfall beim Baseball auf, als ihm ein Gegenspieler auf das Knie trat. Im Krankenhaus wurde ein Teilabriss eines Seitenbandes des betroffenen Knies durch den Arzt diagnostiziert.
Der Patient kommt mit dem Hacken nicht an das Gesäss, kann das Knie nicht richtig zur Brust nehmen (im Seitenvergleich) und auch nicht gut darauf stehen. Bei der Behandlung des Knies mit FDM Drucktechniken versucht Keisuke Tanaka den Patienten noch von der schmerzhaften FDM Technik mit dem alten Trick "Was ist das da oben?" abzulenken.
Bereits im Anschluss an die erste FDM Technik kann der Kniepatient sich wieder problemlos hinhocken und bekommt den Hacken fast zum Gesäss.
Bei der darauffolgenden FDM Behandlung zwei Tage später berichtet der Patient über eine deutliche Verbesserung, aber er könne noch nicht gänzlich beschwerdefrei Baseball spielen.
Nach einer kurzen FDM Behandlung durch Tanaka kann der junge Mann das Knie beschwerdefrei komplett beugen (Hacken an Gesäss und Hinhocken) und fragt, ob er jetzt wieder sein volles Trainingsprogramm aufnehmen könne.

Zwischendurch bemerkt Keisuke Tanaka, dass dort ein richtiger Knoten (Knot) gewesen sei- wobei nicht klar ist, ob er hier einen Subtypen des Triggerbandes, den sogenannten Knoten (Knot), meint.
Dieser Subtyp des Triggerbandes wurde vom Begründer des Fasziendistorsionsmodells, Dr. Stephen Typaldos D.O., allerdings als in der thorakalen und lordalen Region vorkommend, beschrieben.