Sonntag, 29. April 2012

Viszerale Osteopathie in den USA: Konzept von Peter Wührl DO

Der Hamburger Osteopath und Osteopathie Blog funny bones Betreiber Peter Wührl DO wird ab diesem Jahr sein Konzept der Viszeralen Osteopathie in den USA unterrichten.
Nach seinem Viszerale Workshop in Vancouver, parallel zum diesjährigen Faszienkongress im März, hat sich eine eigene Viszerale Osteopathie Reihe in den USA formiert.
Auf der Internetseite http://livingessencephysicaltherapy.vpweb.com/default.html können sich Interessierte wie Ärzte, Osteopathen und Physiotherapeuten über die Viszerale Kurse in den USA informieren.
Das Buch "Lehrbuch der viszeralen Osteopathie", das Peter Wührl zusammen mit Jérôme Helsmoortel D.O. (1953- 2007) und Thomas Hirth D.O.geschrieben hat wurde unter dem Titel "Visceral Osteopathy  The Peritoneal Organs" in das Englische übersetzt. Damit ist es eines der wenigen deutschen Osteopathie Bücher, welches nun auch im englischsprachigen Raum erhältlich ist.
Auch die Artikel des Osteopathie Satire Blogs funny bones von Peter Wührl D.O. sind seit kurzem auf Englisch lesbar.




Freitag, 27. April 2012

Fasziendistorsionsmodell- Quiz: Körpersprache bei Andrea Petkovic

Ein Fasziendistorsionsmodell- Quiz: Die deutsche Tennisspielerin Andrea Petkovic verletzte sich gestern beim WTA- Turnier in Stuttgart. Durch ein Umknicken konnte sie nicht mehr weiterspielen.
Diagnostiziert wurde nun ein zweifacher Bänderriss und eine Bänderdehnung. Erste Prognosen geben laut der Presse eine ungefähre Pause von drei Monaten an. Kommende wichtige Turnierteilnahmen stehen auf der Kippe, zusätzlich droht eine Operation- welche eine weitere Trainingspause nach sich ziehen würde.
Der auslösende Mechanismus der Verletzung bei Andrea Petkovic ist auf dem folgenden Video gut zu erkennen. Und auch die Körpersprache (Deiktik) ist nach dem Fasziendistorsionsmodell recht eindeutig.
Um welche vorrangige Fasziendistorsion handelt es sich nach dem Fasziendistorsionsmodell????
Vorschläge bitte in die Kommentarspalte.



Medienberichten zufolge war Petkovic schon einmal bei Klaus Eder wegen anderer Beschwerden in Behandlung. Klaus Eder kennt das Fasziendistorsionsmodell (FDM) und wendet FDM Handgriffe an. Nach der Körpersprache von Andrea Petkovic zu urteilen, könnte das FDM eine Möglichkeit zur Behandlung des Knöchels sein.

FDM Seminar zur Person Stephen P. Typaldos in Wien

Am Mittwoch dieser Woche führte das FDM Fortbildungsinstitut Typaldos Seminar in Wien unter der Leitung von Dr. Georg Harrer ein FDM Seminar zur Person von Stephen P. Typaldos durch.
Um die Person des Begründers des Fasziendistorsionsmodells und die mit ihr verknüpften Grundprinzipien und Motivationen nicht zu vergessen, stellte Dr. Georg Harrer (Wien) die Person Stephen Typaldos FDM Therapeuten vor.
Dr. Georg Harrer ist langjähriger Wegbegleiter, Freund und Kollege von Dr. Typaldos vor dessen überraschenden und frühen Tod 2006 (im Alter von 49 Jahren) gewesen.
Noch vor der Jahrhundertwende traf Dr. Harrer Stephen P. Typaldos bei einem FDM Seminar in Wien und arbeitete fortan eng und so oft wie möglich mit ihm in seiner orthopathischen Praxis in Bangor im US- Bundesstaat Maine zusammen. Dabei durfte Dr. Harrer persönlich an Erlebnissen wie der Entdeckung der Einfaltdistorsion teilhaben.
Stephen Typaldos komponierte auch Filmmusik
 Neben der Person Stephen Typaldos stellte Dr. Harrer auch den Arzt und Komponisten Typaldos vor.
Dabei stellte Dr. Harrer vor allem die Kompromisslosigkeit bei Dr. Typaldos in Bezug auf das Vorgehen gegenüber den Patienten, als auch in Vertretung des FDM nach aussen, dar.
Dr. Typaldos hat zu seinen Lebzeiten zum Teil massive berufliche und persönliche Einbußen hingenommen, um das Fasziendistorsionsmodell in seinem Beruf als Arzt in Krankenhäusern ausüben und weiterentwickeln zu können. Ab September 1991, als er das erste Mal das Star- Triggerband behandelte und als er parallel die Membrana interossea des Unterarmes selbst manipulierte, waren seine Tätigkeiten durchdrungen vom Glauben an die Körpersprache (Deiktik) als Kompass für das Auffinden der spezifischen manuellen Therapie von Beschwerden.
Im Gegensatz zur jetzigen Situation, wo das Fasziendistorsionsmodell in Europa einen Boom erlebt, ist Dr. Typaldos auf massive Widerstände im Kollegenkreis gestossen. Trotz allem hat er den Boden für die heutige Situation des FDM bereitet, unter anderem indem er Dr. Georg Harrer bat, das Fasziendistorsionsmodell in Europa zu verbreiten.
Die Kompromisslosigkeit und die Nutzung der Körpersprache/Aussagen der Patienten in einer Fasziendistorsionsmodellbehandlung stellen wichtige Basisprinzipien dar, die das FDM von anderen manuellen Therapien unterscheidet.
Die schon im Namen Fasziendistorsionsmodell implizierte Aufrichtigkeit eines theoretischen Hintergrundes als Annäherung an die Wirklichkeit offenbart Teilnehmern von FDM Kursen, dass  Diagnosen aus anderen Modellen neben dem Vermissen einer Handlungsorientiertheit auch ausschliesslich eine Interpretation darstellen.
Das Typaldos Seminarzentrum in der Perfektastrasse, Wien
Um diese Kraft und diesen Geist des Fasziendistorsionsmodells deutlich zu machen und zu generieren, stellt das Seminar von Dr. Harrer über Dr. Stephen Typaldos ein Memento in der Fülle des derzeitigen FDM Seminarangebotes da.







Montag, 23. April 2012

Newsletter der EFDMA

Die europäische FDM Organisation EFDMA hat heute ihren Newsletter 4/2012 verschickt.
Darin weist Präsident Stefan Anker (Wien) noch einmal auf die vielen Presseberichte der letzten Zeit über das Fasziendistorsionsmodell hin. Die durchweg positiven Berichte beispielsweise mit Dr. Georg Harrer (Wien) zur Faszientherapie in der ORF Sendung Herbstzeit, mit Prof. Matthias Fink und Thorsten Fischer im NDR Gesundheitsmagazin Visite "Osteopathie nach Typaldos", ein Interview mit Klaus Eder zum Fasziendistorsionsmodell oder ein Bericht über FDM bei Hannover 96 haben dazu geführt, dass die Praxen der EFDMA Mitglieder, die auf der Therapeutenliste stehen, spürbar zahlreicher frequentiert wurden.
Der Newsletter der EFDMA soll nur ein erster Schritt sein, um eine bessere Vernetzung und Kommunikation der EFDMA Mitglieder untereinander zu gewährleisten. Auch zur bevorstehenden FDM International Certificate Prüfung gibt es weitere Informationen.
Im Anhang befinden sich zwei Kurzberichte zu FDM in Afrika von Lukas Ratzenberger und Dr. Lukas Trimmel und einen ersten Bericht über die Präsentationen des Fasziendistorsionsmodells auf dem Faszienkongress in Vancouver von Stefan Anker.




FDM Seminar zu Sportverletzungen in Osaka


Keisuke Tanka FDM O. bei der FDM Präsentation in Osaka

Keisuke Tanaka FDM O., der auf der südlichsten japanischen Hauptinsel Kyūshū in der Stadt Fukuoka eine Fasziendistorsionsmodell Praxis betreibt, wurde direkt vom Begründer des Fasziendistorsionsmodells Dr. Stephen Typaldos, ausgebildet und als FDM Instruktor autorisiert.


Die Teilnehmer des FDM Kurses in Osaka


Am vergangenen Wochenende fand im japanischen Osaka ein Fasziendistorsionsmodell Seminar zu Verletzungen im Sport statt. Dozent war FDM Instruktor Keisuke Tanaka FDM O.
An dem jetzigen Kurs nahmen neben FDM Therapeuten auch andere Manualtherapeuten teil. In Japan gibt es eigene Judotherapeuten, die das FDM in Kursen von Keisuke Tanaka FDM O. und Kohei Iwata lernen und anwenden.
Keisuke Tanaka FDM O. stellt zur Zeit auch zahlreiche FDM Videos bei Youtube ein.
 
Keisuke Tanaka FDM O. mit den Teilnehmern beim praktischen Teil


Sonntag, 22. April 2012

Fasziendistorsionsmodell Arbeitsgruppe in Hannover

An diesem Wochenenden fand in Hannover im Behandlungszentrum agora erneut eine Fasziendistorsionsmodell Arbeitsgruppe statt.
Mit 15 Teilnehmern war dies der bisher, von der Anzahl der Teilnehmer, größte Fasziendistorsionsmodell Arbeitskreis. Die FDM Therapeuten kamen aus ganz Norddeutschland und der Umgebung Hannovers.
Drei Patienten wurden nach dem Fasziendistorsionsmodell unter Zuhilfenahme der Körpersprache und den verbalen Aussagen untersucht und behandelt.
Sichtbar wurde, dass Zylinderdistorsionen und Triggerbänder vergesellschaftet sein können und die vom Begründer des Fasziendistorsionsmodells Dr. Stephen Typaldos D.O. favorisierte Kammtechnik zum Einsatz kommen sollte.
Neben den Patientenbehandlungen wurden FDM Techniken von FDM Instruktor Christoph Rossmy DO DROM (Halter am See) unter den FDM Therapeuten geübt, bei denen Handtücher für HWS Entfaltungen (und Tektonische Fixationen) und bei gelenknahen Zylinderdistorsionen zum Einsatz kommen.
In den Pausen wurde wieder unter den EFDMA Mitgliedern der Austausch zwischen den verschiedenen Berufsgruppen gepflegt. Und es wurden viele Fragen zu der bevorstehenden FDM International Certificate Prüfung diskutiert.
Von links nach rechts die Teilnehmer des FDM Arbeitskreises in Hannover: Jan- Helge Lorenz (FDM Hildesheim), Sylivia Heiser (FDM Jever), Susanne Regge (FDM Langenhagen), Carsten Bünning (FDM Peine), Jana Behrends (FDM Hannover- List), Charlotte Albers (FDM Hannover- Südstadt), Jörg Dickhaus (FDM Soest), Sabine Dähne (FDM Barsinghausen), Heiko Roddewig (FDM Burgdorf), Peter Wührl DO (FDM Hamburg), Tanja Ullrich (FDM Bad Nenndorf), Arne Müller (FDM Hannover), Christina Dierks (FDM Oldenburg), Marion Wolter (FDM Göttingen)

Donnerstag, 19. April 2012

Fasziendistorsionsmodell Video: FDM Techniken erläutert

Keisuke Tanaka FDM O. stellt dieser Tage FDM Videos im Akkord bei Youtube auf seinem Kanal tankaorthopathic ein. Heute ging zum ersten Mal ein FDM Video Online, bei dem Keisuke Tanaka englische Erläuterungen zum Vorgehen und zu den FDM Techniken eingefügt hat.
Ein junger Volleyballspieler klagt über Schmerzen im unteren Rücken. Seine Beschwerden schildert er ausschliesslich verbal im Sitzen. Keisuke Tanaka fordert ihn deshalb auf, mit den Händen die Lokalisation zu zeigen. Im Untertext erläutert Keisuke Tanaka, dass japanische Patienten kaum oder garnicht ihre Beschwerden mit den Händen zeigen und man sie extra dazu auffordern muss- was Tanaka oftmals in seinen bisherigen FDM Videos tut. Bevor Tanaka den Rücken des jungen Mannes mit FDM Techniken behandeln kann, muss er erst einige Tape Streifen entfernen. Dabei weist Tanaka im Untertext auf den Zusammenhang zwischen Taping und Zylinderdistorsionen (CyD) hin.
Eine Premiere in den FDM Videos von Keisuke Tanaka stellt die Tatsache dar, dass in diesem FDM Video die FDM Technik im Untertext beschrieben wird.
Der Patient kommt nicht mit den Händen auf den Boden. Nachdem Tanaka ein Triggerband mit Daumentechnik und mit der Pinching Technik Zylinderdistorsionen (Zylindertechnik) behandelt hat, kommt der Patient wieder mit den Händen auf den Boden.
Der Patient ist recht überrascht über das Behandlungsergebnis mit dem Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos, da vorherige Behandlungen durch den Arzt und mit Osteopathie keinen Erfolg hatten.


Mittwoch, 18. April 2012

Weitere gesetzliche Krankenkasse erstattet Osteopathie

Neben der Techniker Krankenkasse, der Bahn BKK, der BKK Essanelle und der SiemensBetriebskrankenkasse (SBK), erstattet nun eine weitere gesetzliche Krankenkasse anteilig osteopathische Leistungen. Die Hanseatische Krankenkasse HEK passt sich bei der teilweisen Erstattung der Kosten von osteopathischen Leistungenden vier Vorgängern an. Die HEK mit Sitz in Hamburg hat fast 300 000 Mitglieder und ist eine der ältesten Kassen Deutschlands. Hervorgegangen ist sie unter anderem aus der Hanseatischen Ersatzkasse- seit 1996 trägt sie den jetzigen Namen Hanseatische Krankenkasse HEK.
Sie sieht sich selbst als eine der exklusiven Kassen Deutschlands und bezeichnet sich als "Business K(l)asse". Auf ihrer Internetseite beschreibt die HEK die Osteopathie als "manuelle Form der Medizin" und gibt als wichtiges Wirkprinzip an, dass Bewegungsbehinderungen Krankheit verursachen. Da auch im Falle der Teil- Erstattung der osteopathischen Leistungen Versicherte bei der HEK eine Veranlassung durch den Arzt vorweisen müssen, hoffen wir inständig, dass der empfehlende Arzt und ausführende Osteopath erkennen können, wo eine Bewegungsstörung evtl. einen Körperbereich schützt und ferner, dass sie auch wissen, was bei einem Zuviel an Bewegung bei einem Patienten anfzufangen ist.
Vom Leistungsumfang her, unterscheidet sich das Angebot der HEK nicht sonderlich von der Techniker Krankenkasse (TK).

Montag, 16. April 2012

Inversionstherapie: Nur noch wenige Plätze bei Marjorie Kasten frei

Beim Inversionsseminar mit der us- amerikanischen FDM Therapeutin und langjährigen Kollegin und Assistentin von Dr. Stephen Typaldos D.O. (Begründer des Fasziendistorsionsmodells) Marjorie Kasten PT sind nur noch wenige Plätze frei.
Das Inversionsseminar findet vom sechsten bis siebten Mai im Steigenberger Hotel in Osnabrück statt. Veranstalter ist der FDM Instruktor Markus Nagel BSc.
Marjorie Kasten PT hat sich innerhalb der Fasziendistorsionsmodell- Therapie auf die Inversionstherapie spezialisiert. Dabei beseitigt sie langjährige hartnäckige Faltdistorsionen ohne Manipulationen und bietet hierbei eine Variation von modifizierten FDM Handgriffen speziell für Physiotherapeuten.
Dazu benutzt Marjorie Kasten PT Inversionstische der Firma Teeter und Invertrac Inversionsstühle.
Durch die große Resonanz ihrer kurzen Einführung in die Inversionstherapie auf dem Internationalen FDM Kongress im Sommer letzten Jahres in Wien, war klar, dass ein Komplett- Seminar zur Inversionstherapie folgen musste.
Wer also noch einen Platz haben sollte, muss sich beeilne, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.
Weitere Informationen und Anmeldung unter:
http://www.fdm-seminare-osnabrueck.de/

FDM Videos bei Youtube: FDM bei Fingerschmerzen

Der japanische FDM Therapeut und FDM Instruktor Keisuke Tanaka FDM O. hat binnen weniger Tage nun ein zweites FDM Video bei YouTube eingestellt.
Das Video ist mit "A sprained finger" betitel und zeigt einen jungen Mann, der sich einen Finger verstaucht hat. Der Finger ist deutlich dicker, als der gleiche Finger der anderen Seite und bei der FDM Diagnose kann er ihn auch nicht gut und schmerzfrei bewegen.
Nach der FDM Behandlung kann der junge Mann den betroffenen Finger wieder gut bewegen und er ist auch wieder deutlich abgeschwollen.
Dieses FDM Video von Keisuke Tanaka ist wieder mit englischen Untertiteln versehen. Zu finden auf seinem Youtube Kanal tanakaorthopathic.

Sonntag, 15. April 2012

Humorvoller Patientenbericht zum Fasziendistorsionsmodell

Auf dem Blog "Carpe Tempus  Nutze die Zeit" ist zum ersten Mal ein Patientenbericht zum Fasziendistorsionsmodell (FDM) nach Typaldos von einer Patientin selbst veröffentlicht worden.
Die Patientin beschreibt, wie sie bei der Suche nach einem neuen Osteopathen und einem neuen Hausarzt auf einen Hausarzt gestossen ist, der Orthopathie macht- also das Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos.
Sie beschreibt, wie sie ihre Beschwerden eine halbe Stunde dem Arzt mitteilte und dieser im Anschluss nach dem FDM untersuchte.
Dann begann die FDM Behandlung, die die Patientin zwar als schmerzhaft, aber sehr erfolgreich beschreibt: Sie kann mit ihrem Knie wieder von einer Erhöhung herunter steigen, den Kopf wieder drehen und besser nach hinten greifen. Die Beschreibung der FDM Behandlung und aufsteigenden Gedanken und Gefühle ist recht humorvoll erzählt und von hohem Unterhaltungswert.
Die Autorin namens Jenneke betreibt das Blog ursprünglich wegen ihrer Brustkrebserkrankung, um sich alles "von der Seele zu schreiben".
Das Fasziendistorsionsmodell ist 1991 in Yuba City von dem us- amerikanischen Notfall- und Sportmediziner Dr. Stephen Typaldos D.O. durch die Anweisungen einer Patientin in der Behandlung ihrer eigenen Beschwerden begründet worden. Bisher sind zur Zeit nur Berichte von FDM Therapeuten und FDM Instruktoren zur Behandlung und den theoretischen Hintergründen zu lesen. Deshalb ist es interessant und sicherlich für die Zukunft auch wünschenswert, mehr Berichte über das Fasziendistorsionsmodell aus der Sicht von Patienten zu lesen, da das FDM schlussendlich durch eine Patientin maßgeblich begründet wurde und durch Patientenangaben noch weiter bereichert werden kann.
Der komplette FDM Erfahrungsbericht der FDM Patientin Jenneke ist hier zu finden:
http://carpetempus.wordpress.com/tag/fasziendistorsionsmodell/


Samstag, 14. April 2012

Artikel über das Fasziendistorsionsmodell von Dr. Christian Stein


FDM Instruktor Dr. Christian Stein aus Hannover hat in der Fachzeitschrift Physiotherapie med in der aktuellen Ausgabe einen vierseitigen Artikel zum Thema “Das Fasziendistorsionsmodell zur Behandlung der Beschwerden des Bewegungsapparates” publiziert.
In dem Artikel in der Ausgabe 1/ 2012 legt Dr. Stein die Grundlagen des Fasziendistorsionsmodells nach Typaldos dar und erläutert die Neubewertung von Beschwerden anhand des Fasziensystems.
Physiotherapie med aus dem Kommunikation & Publikation Verlag Dr. Daniela Belhadi ist eine Fachzeitung für Sportmediziner, Orthopäden und Physiotherapeuten, wendet sich aber auch an Mitarbeiter von Sanitätshäusern oder Orthopädiefachgeschäften, um einen fachübergreifenden Informationsfluss anhand interdisziplinärer Betrachtung zu bieten.
Dr. Christian Stein hatte erst vor kurzem einen Vortrag zur Bedeutung der Faszien an der Ärztekammer Niedersachsen in Hannover gehalten. Dr. Christian Steins Vortrag zum Fasziendistorsionsmodell und zum "Mythos Rumpfstabilität" räumte dabei anhand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse mit vielen alten Gaubenssätzen im Zusammenhang mit Rückenschmerzen und Rumpfmuskulatur auf.
Dr. Stein ist zusammen mit Christoph Rossmy D.O. DROM Leiter der Typaldos Akademie, die deutschlandweit Kurse im Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos anbietet. Zu den Standorten zählen unter anderem Hagen, Stuttgart und Ulm.
Daneben hat Dr. Christian Stein die bisher valideste Studie im Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos zur Behandlung nach dem FDM bei Schultersteife (Frozen Shoulder) durchgeführt. Er arbeitet in einer privatärztlichen FDM Praxis in Hannover.
 



Freitag, 13. April 2012

Neues FDM Video zu Tennisellenbogen

Keisuke Tanaka FDM O. hat heute ein neues FDM Video mit der Behandlung eines Tennisellenbogens auf seinem Youtube Kanal Tanakaorthopathic online gestellt.
Zu sehen ist ein Junge, der Schmerzen am Ellenbogen hat und deswegen den betroffenen Arm nicht mehr richtig bewegen kann.
Keisuke Tanaka FDM O. testet mit Gewichten und lässt den Jungen sitzend zeigen, wo die Schmerzen sind. Nach der ersten Fasziendistorsionsmodelltechnik kann der Junge schon besser heben und belasten, aber er hat noch ein kurzes Triggerband (TB). Nach der FDM Behandlung des Triggerbandes (TB) kann der Junge beim Testen wieder einen Stuhl heben und ein Handtuch gegeneinander drehen.
Das neue FDM Video "A Tenniselbow" oder auf japanisch "FDM オステオパシーテニス肘柔道整復理学療法" zum Tennisellenbogen ist wieder mit englischen Untertiteln versehen. Der Behandlungsbereich ist bei den FDM Videos von Keisuke Tanaka stets verpixelt.
Keisuke Tanaka ist gerade aus Bangor, Maine wieder zurückgekehrt, wo er mit einer kleinen japanischen Delgation (unter anderem Kohei Iwata und Junko Yamada) zum Geburtstag von Dr. Stephen Typaldos mit langjährigen Schülern von Dr. Typaldos (der leider 2006 weinige Tage nach seinem Geburtstag an einer Herzattacke verstarb) seinen Ideen und seiner Person gedachten.




Freitag, 6. April 2012

Das FaszienDistorsionsModell- Entstehung und Entwicklung

Zum Tode von Dr. Stephen Typaldos (5. April 2006)


Das FaszienDistorsionsModell- Entstehung und Entwicklung

Das FaszienDistorsionsModell (FDM) ist ein Konzept, welches verschiedene Beschwerden von Patienten anhand ihrer Aussagen und Gesten zum Beschwerdeausdruck nutzt, um direkt zu einer Behandlung zu kommen.
Begründet wurde das FaszienDistorsionsModell von dem us- amerikanischen Osteopathen, Notfall- und Sportmediziner Dr. Stephen Philip Typaldos D.O. (1957- 2006).
Im Jahre 1991 gab eine Patientin durch konkrete Handlungsanweisungen Dr. Typaldos die Initialzündung zur Begründung des FDM. Im Rahmen einer bis dahin erfolglos verlaufenden osteopathischen Behandlung gab sie ihm den Hinweis, eine Linie von der Brustwirbelsäule bis zum Kopf nach ihren Angaben abzufahren. Nach dieser von Erfolg gekrönten Erfahrung begann Dr. Typaldos weiter Patienten beim Ausdruck ihrer Beschwerden zu beobachten und diese direkt in spezifische Behandlungen umzuwandeln. In den folgenden Jahren kam er zu dem Schluss, dass es 6 verschiedene Arten gibt, wie Patienten ihre Beschwerden ausdrücken und wie diese zu behandeln sind.                                                                                                                                                                           
Screenshot einer der frühen Arbeiten von Dr. Typaldos im AAO- Journal












  
Die Anfänge des Fasziendistorsionsmodells

Dr. Stephen Typaldos begann nach dem Start in Yuba City die therapeutischen Erfolge und Beobachtungen weiter zu verfolgen theoretisch zu unterfüttern. Nach dem sogenannten Star- Triggerband entdeckte er bald den hernierten Triggerpunkt und 1992 die Kontinuum Distorsion. Seine frühen Arbeiten von 1994 und 1995, die in der us- amerikanischen osteopathischen Datenbank ostmed.dr (Osteopathic Medicine Digital Repository) eingesehen und runtergeladen werden können, sind voll von seinen anatomischen Interpretationen der Praxisbeobachtungen.

Bei Untersuchungen in Fort Worth im Anatomischen Institut des Texas College of Osteopathic Medicine und offenbar im Austausch mit Kollegen, fand Dr. Stephen Typaldos, dass es das Fasziensystem sein müsse, auf welchem die Behandlungserfolge begründen. Dieses bindewebige überaus sensible System dient im menschlichen Organismus als Verbindungs-, Trennungs-, Informations- und Versorgungsorgan. Durch seine Allgegenwärtigkeit und Funktion als Sinnes-, sowie als mechanisches Organ dienen Faszien in der Medizin immer mehr als Ansatzpunkt zur Behandlung für Beschwerden, denen mit den gängigen Modellen nicht beizukommen ist.
In dem Zeitraum vor dem Verfassen der ersten Arbeiten muss Dr. Typaldos auf den Namen Faszien Distorsions Modell (Fascial Distortion Model) gekommen sein. Fasziendistorsionen sind Verformungen der Faszien. Ein Modell ist eine zweckmässige Erklärung der Wirklichkeit. Die Anwendung der Prinzipien des FDM im Bereich der Medizin und Chirurgie nannte Dr. Typaldos Faszien Distorsions Medizin (Fascial Distortion Medicine). Die praktische Anwendung der FDM- Techniken und Manipulationen wurden Typaldos Manual Therapy (TMT) genannt. Heute gibt es noch einige FDM Praktizierende, die den Terminus Orthopathie (Orthopathy), als eine Verbindung von Osteopathie und Orthopädie, verwenden.
Diese neuartigen Theorien, gepaart mit den effektiven Behandlungen, die Dr. Typaldos in seinen Arbeiten, zum Beispiel im Journal der American Academy of Osteopathy (AAO), der Öffentlichkeit präsentierte, führten dazu, dass Dr. Typaldos noch mehr publizieren konnte (zum Beispiel 1994 in einem englischen Osteopathie Journal).

Entwicklung und Etablierung des Fasziendistorsionsmodells

Um seine Ideen weiter auszuarbeiten und schriftlich in Buchform niederzulegen, zog Stephen P. Typaldos mit seiner Familie nach Brewer, im us- amerikanischen Bundesstaat Maine. Dort eröffnete er eine Praxis für Orthopathische Medizin (Orthopathic Medicine).
Im März 1997 wurde Dr. Typaldos zur American Academy of Osteopathy eingeladen, um dort die Triggerband- Technik vorzustellen. Später im Jahre 1997 gab er schon dreitägige Seminare in Österreich, Frankreich und Portugal und Kirksville (Geburtssort der Osteopathie), um das Fasziendistorsionsmodell zu präsentieren. Im Jahr darauf erschien die zweite Auflage seines Buches (auch auf japanisch) und er gab Seminare in Frankreich, Österreich, Ohio und Japan. 1999 erschien schon die dritte Auflage (auch auf deutsch) und Dr. Typaldos gab Seminare in Portland, Österreich, Japan, Frankreich und Bangor, Maine.
Im Juli 2001 wurde der zehnjährige Geburtstag des Fasziendistorsionsmodells in Bangor, Maine gefeiert. Neben der Feier wurde auch ein „Advanced Course“ veranstaltet.
Das Fasziendistorsionsmodell zog immer mehr Therapeuten an und Dr. Typaldos forderte einen seiner engsten Schüler, den Wiener Arzt, Osteopath und Anästhesisten Dr. Georg Harrer, auf, Level 1 Kurse im Fasziendistorsionsmodell in Europa und in Großbritannien zu geben. Stephen Typaldos unterrichtete weiter Level 2 Kurse.
Typaldos bildete einige FDM Instruktoren aus, wie den bereits erwähnten Dr. Georg Harrer aus Wien, Keisuke Tanaka aus Japan und Christoph Rossmy aus Deutschland. Keisuke Tanaka übersetzte 2004 die vierte Edition des Buches von Stephen Typaldos auf japanisch.
2005 gab es ein internationales FDM Seminar und Treffen in Alaska, bei dem auch europäische und japanische FDM Instruktoren und FDM Therapeuten wie Dr. Georg Harrer, Christoph Rossmy, Keisuke Tanaka und Kohei Iwata zugegen waren.
Tragischerweise ist die vierte Edition des Buches „FDM Clinical and Theoretical Application of the Fascial Distortion Model Within the Practice of Medicine and Surgery“ die letzte schriftliche Darlegung der Ideen von Stephen Typaldos. Er verstarb 2006 im Alter von 49 Jahren 3 Tage nach seinem Geburtstag an einer Herzattacke.

Screenshot der Memorialseite typaldos.org zum Tode von Dr. Stephen Typaldos
















Aktuelle Situation des Fasziendistorsionsmodells

In Europa wird das Fasziendistorsionsmodell zur Zeit hauptsächlich im Rahmen physiotherapeutischer, osteopathischer oder ärztlicher Fortbildungseinrichtungen angeboten. Ein eigene stationäre Lehreinrichtung für das Fasziendistorsionsmodell gibt es bisher noch nicht.
Die Effektivität des Fasziendistorsionsmodells ist besonders im Sport (primär von Physiotherapeuten und Sportärzten eingesetzt) nicht mehr wegzudenken. Berühmtester Protagonist des FDM ist sicherlich Klaus Eder, der als Physiotherapeut die deutsche Fußballnationalmannschaft, das deutsche Olympiateam und die deutsche Davis Cup- Mannschaft betreut und betreute.
Vermehrt wird das FaszienDistorsionsModell in Europa von Chirurgen genutzt. Aufgrund der mittlerweile nicht zu unterschätzenden Infektionsgefahr bei intraartikulären Injektionen oder im Rahmen von Operationen, tendieren Teile des chirurgischen Berufstandes dazu, primär eine „unblutige“ therapeutische Intervention wie das Fasziendistorsionsmodell einzusetzen oder zu empfehlen. Gerade bei dem Symptomkomplex „Steife Schulter“ (Frozen Shoulder) kann das Fasziendistorsionsmodell eine Alternative zu intraartikulären Injektion mit Steroiden und sogar zur konventionellen Manualtherapie bieten (Studie von Dr. Christian Stein, Hannover).

Noch zu seinen Lebzeiten musste Stephen Typaldos erleben, wie einzelne Schüler ohne Legitimation oder Rücksprache eigene Strukturen begannen aufzubauen und die Idee des Fasziendistorsionsmodells für sich vereinnahmten und kopierten, ohne selbst etwas hinzuzugeben.
Nach dem recht frühen Tod von Stephen Typaldos bleiben seine Ideen durch die von ihm ausgebildeten eingangs erwähnten Instruktoren und in seinem Buch bis heute lebendig.
Die von Dr. Typaldos autorisierten FDM Instruktoren haben sich in nationalen FDM Organisationen zusammen geschlossen. In den Vereinigten Staaten ist dies die American FDM Association (AFDMA), in Japan die FDM Asian Association (FAA) und in Europa die Europäische FDM Association (EFDMA). Kürzlich kam durch FDM Seminare in Burkina Faso mit Dr. Georg Harrer und Dr. Byron Perkins (Alaska) eine African FDM Organization dazu.
In diesen Vereinigungen sind die von Stephen Typaldos geprüften und zertifizierten Lehrkräfte (FDM Instruktoren) aktiv und bilden weitere FDM Therapeuten aus.

Eine Delegation japanischer FDM Therapeuten 2012 zum Geburtstag Dr. Typaldos in Bangor, Maine

An dem diesjährigen Geburtstag von Dr. Typaldos reiste eine Delegation um die japanischen FDM Enthusiasten Keisuke Tanaka FDM O., Kohei Iwata und Junko Yamada nach Bangor, Maine und traf sich dort mit langjährigen Schülern und Weggefährten von Stephen Typaldos, um seiner Person und seinen Ideen zu gedenken.