Donnerstag, 15. März 2012

BKK Essanelle erstattet Osteopathie wie Techniker Krankenkasse

Die gesetzliche Krankenkasse BKK Essanelle erstattet nach der Techniker Krankenkasse nun auch osteopathische Leistungen.
Die Pressemitteilung der BKK Essanelle und der Artikel "Osteopathische Behandlung" auf ihrer Internetseite ist inhaltlich fast identisch mit der der Techniker Krankenkasse (TK) zur Osteopathie. Vom Leistungsumfang her entspricht die Erstattung der Kosten einer osteopathischen Diagnose und Behandlung auch der der TK.
Auch laut der BKK Essanelle soll durch die Osteopathie "das Gleichgewicht der Körpersysteme wieder hergestellt" werden. Der "Abbau" und das "Lösen von Blockaden" wird als einer der Hauptaspekte der Osteopathie dargestellt. Leider wird nicht weiter ausgeführt, was denn Blockaden sind oder wie das "Gleichgewicht der Körpersysteme" aussieht. BKK ESSANELLE übernimmt die Kosten einer solchen osteopathischen Behandlung, "wenn sie medizinisch geeignet ist um eine Krankheit zu erkennen, heilen, ein Fortschreiten der Krankheit zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern." Was "Blockaden" für eine Krankheit sind oder wie sie mit Krankheiten zusammenhängen st leider den Texten der BKK Essanelle nicht zu entnehmen. Da ein Arzt die Behandlung veranlassen oder bescheinigen muss, wäre es interessant zu erfahren, wie die Techniker Krankenkasse oder die BKK Essanelle überprüfen, dass die veranlassenden Ärzte jeweils Kenntnis des Charakters von "Blockaden" haben. Oder wie diese beurteilen, dass das Gleichgewicht der Körpersysteme durcheinander ist und jetzt eine osteopathische Behandlung das therapeutische Mittel der Wahl für die jeweiligen Patienten ist.
Für diese punktgenauen Definitionen von Einsatz und Wirkung der Osteopathie werden von BKK Essanelle maximal 60 Euro pro Behandlung bezahlt und maximal 360 Euro im Jahr (sechs Behandlungen).
Der Bundesverband Osteopathie bvo begrüsst auf seiner Internetseite die Initiative der gesetzlichen Kassen BKK Essanelle und Techniker Krankenkasse (TK) in der Erstattung und somit Anerkennung der osteopathischen Leistungen.
Der Vorsitzende des bvo Dr. Bernhard Hartwig weist dazu in einem Statement darauf hin, dass die Osteopathie helfen kann, Kosten in unserem Gesundheitssystem, beispielsweise durch ihren "präventiven Charakter" zu senken. Wie der allerdings aussieht, erfahren weder Patienten noch interessierte Kollegen aus dem kurzen Statement.






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