Donnerstag, 23. Februar 2012

Uwe Knop (Kulinarische Körperintelligenz) bei SWR

Der Frankfurter Ernährungswissenschaftler Uwe Knop ist heute abend in der Sendung Odysso des Südwestrundfunks (SWR) zu sehen. Odysso ist eine Sendung der Wissenschaftsredaktion des SWR, welche sich mit Fragen aus verschiedenen Lebens- Bereichen beschäftigt.
Uwe Knop, der in der Vorschau der Sendung als "agil wirkender Mittdreissiger mit schwarzen Haaren" bezeichnet wird, ist Autor des Buches "Hunger und Lust-  Das erste Buch zur Kulinarischen Körperintelligenz" und bezeichnet Ernährungsregeln als "Quatsch". Er hat in seinem Buch viele Ernährungsstudien unter die Lupe genommen und keine wissenschaftlichen Beweise für Ernährungsregeln gefunden. Knop plädiert auf das eigene Körpergefühl zu hören und den Körper selbst seinen Setpoint finden zu lassen.
Vor etwa einem Monat war Uwe Knop bei Maischberger zu Gast zum Thema Diäten und stiess auf große Resonanz mit seinen Thesen.

Freitag, 17. Februar 2012

Neues FDM Video zu Knöchelschmerzenオステオパシー徒手整復療法FDM 足首捻挫 柔道整復


Bei Youtube gibt es seit heute ein neues FDM Video zur FDM Diagnose und Behandlung von Knöchelschmerzen. Eingestellt hat es wieder der japanische FDM Therapeut Keisuke Tanaka FDM O., der im Süden Japans, in Fukuoka, das Fasziendistorsionsmodell seit Jahren praktiziert und in Japan lehrt. Tanaka ist ein direkter Schüler des Begründers des Fasziendistorsionsmodells, Dr. Stephen Typaldos D.O., der 2006 verstorben ist. Tanaka gilt als strikter Bewahrer der Ideen von Dr. Typaldos und als ausgefeilter Techniker.
In dem jetzigen FDM Video kommt eine junge Frau in die FDM Praxis von Tanaka in Fukuoka, die größte Stadt auf der südlichsten Insel Japans Kyushu. Die Patientin mit Knöchelschmerzen hat sich den Knöchel verdreht und zeigt unter anderem Triggerbänder an der Aussenseite an, weswegen sie kaum gehen kann. Sichtbar ist auch, dass sie den betroffenen Fuß nicht so weit nach oben bekommt (beugen kann), wie den beschwerdefreien.

Keisuke Tanaka FDM O. kündigt vor der Behandlung schon an, dass es sehr schmerzhaft werden wird, was man später während der Behandlung (die sitzend stattfindet) auch hören und sehen kann.
Im Anschluss an die schmerzhaften FDM Techniken bei diesen akuten Knöchelbeschwerden, klingelt das Handy der Patientin und sie kann wieder zu der Klingelmelodie tanzen, was sie sehr freut und amüsiert. Daran kann man auch gut ersehen, dass die Schmerzen während einer FDM Behandlung von Triggerbändern, Kontinuum Distorsionen und hernierten Triggerpunkten recht schnell vergessen sind, wenn der Effekt sichtbar und fühlbar eintritt.
Keisuke Tanaka FDM O. hat seine Videos mit englischen Untertitel unterlegt, damit auch ausserhalb Japans besser nachvollziehbar ist, warum und wie die Behandlung abläuft.
Alle FDM Behandlungsvideos von Keisuke Tanaka FDM O. sind auf seinem Youtube Kanal tanakaorthopathic anzuschauen.

Donnerstag, 16. Februar 2012

FDM Arbeitsgruppe Stuttgart mit eigener Internetpräsenz

Als erste Fasziendistorsionsmodell Arbeitsgruppe bundesweit hat die FDM Arbeitsgruppe Stuttgart eine eigene Internetpräsenz, wo sie Hintergünde zum Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos bietet, Termine ankündigt und viele Fotos von Körpersprache nach dem FDM als Beispiel aufgeführt hat.
Maßgeblich verantwortlich für die FDM Arbeitsgruppe Stuttgart zeichnen Oliver Prager vom Therapiezentrum Herdeweg, Franziska Prager (ebenfalls Therapiezentrum Herdeweg) und Stefan und Claudia Winterer (FDM Tübingen), sowie einige andere FDM Begeisterte aus Stuttgart und Umgebung.
Die FDM Arbeitsgruppe Stuttgart besteht aus einigen FDM Begeisterten Physiotherapeuten und Osteopathen aus Stuttgart und Umgebung.
In der FDM Arbeitsgruppe Stuttgart werden wie in den anderen FDM Arbeitsgruppen in Wien, Hannover, Osnabrück und Hamburg, von Mitgliedern der europäischen FDM Association (EFDMA)
Patienten gemeinsam diagnostiziert und behandelt. Darüberhinaus dienen die FDM Arbeitsgruppen natürlich zur besseren lokalen Vernetzung und zum Austausch.
Auf der Internetseite der Stuttgarter FDM Gruppe gibt einen Blog, auf dem FDM News veröffentlicht werden.
Es steht zu hoffen, dass der Pioniergeist der Stuttgarter FDMler auch in den anderen FDM Arbeitsgruppen Schule macht, damit der Organisationsgrad der lokalen FDM Communitys optimiert wird und Ansprechpartner vor Ort leichte auszumachen sind.

Unten: Foto von der Homepage der FDM Arbeitsgruppe Stuttgart (Nadelmatte Zylinderdistorsion)














Mittwoch, 15. Februar 2012

Uwe Knop bei Sat 1 Frühstücksfernsehen

Der Frankfurter Ernährungsexperte und Buchautor Uwe Knop war heute vormittag beim Sat 1 Frühstücksfernsehen zum Thema "Diäten bringen nichts!" zu Gast.
Knop wies wieder einmal darauf hin, dass Diäten nur kurzfristig wirken und der berüchtigte YoYo- Effekt einsetzt. In einem kleinen Beitrag waren als Erfolgsbeispiele Karl Lagerfeld und
Susanne Fröhlich genannt, die jeweils durch Nahrungsergänzungsmittel, Yoga und Ernährungsumstellung abgenommen hatten.
Knop wies im Interview mit Studiomoderatorin Simone Panteleit zum wiederholten Male auf die negative Energiebilanz als Grundlage von Diäten hin.
"Natürliches Hungergefühl und keine Ernährungsregeln, so erreicht man natürliches Gewicht", meinte Knop, der in seinem Buch "Hunger und Lust" 300 Studienergebnisse zum Thema Ernährung untersucht hat. Fazit: Ernährungsregeln und Patentlösungen braucht kein gesunder Mensch- es handelt sich nur um Beobachtunsgstudien. Man sollte sich im Rahmen einer Diät den Kampf gegen den eigenen Körper wohl überlegen. Normalerweise findet der Körper selber seinen Setpoint, wenn man seine Signale, wie beispielsweise echtes Hungergefühl oder echten Durst, respektiert. Dann stellt sich das eigene Körpergewicht von selbst ein.

Dienstag, 14. Februar 2012

FDM Inversionstherapie Seminare mit Marjorie Kasten PT erstmals in Europa!

Die us-amerikanische FDM Therapeutin Marjorie Kasten PT wird im Frühjahr zum ersten Mal in Europa Seminare zur FDM Inversionstherapie für Mitglieder und ausgebildete FDM Therapeuten der EFDMA abhalten.
Marjorie Kasten PT


Marjorie Kasten PT war über Jahre die engste Mitarbeiterin des Begründers des Fasziendistorsionsmodells, Dr. Stephen Typaldos D.O. und ist eine Pionierin auf dem Gebiet der FDM Behandlung von Faltdistorsionen. Sie hat gemeinsam mit Dr. Typaldos speziell in diesem Bereich das Spektrum der therapeutischen Möglichkeiten massiv vergrössert und überarbeitet.
Denn Marjorie Kasten PT hatte über einen langen Zeitraum sehr engen Kontakt zu Dr. Stephen Typaldos und sie hat stark an der Entwicklung des FDM partizipiert. Sie ist Autorin des bisher einzige FDM Inversionsbuches "Which way is up, when you are upside down"und erste Sekretärin der amerikanischen FDM-Gesellschaft AFDMA.
Marjorie Kasten PT am Teeter Inversionstisch bei einem FDM Seminar in Tokio im letzten Jahr



















Sie ist neben ihrer Funktion als FDM Therapeutin eine wichtige Zeitzeugin für das Fasziendistorsions- modell. Im Rahmen der ersten FDM Inversionsseminare mir ihr auf europäischem Boden wird sie auch aus ihrer Sicht etwas über Dr. Stephen Typaldos und die Entstehung des Fasziendistorsionsmodells berichten. So bekommen auch die europäischen FDM Therapeuten einen Eindruck von der historischen Entwicklung des FDM aus erster Hand.
In ihren FDM Seminaren bietet sie gerade im Falle von langanhaltenden und hartnäckigen Faltdistorsionen spezielle Techniken und Übungen ohne Manipulationen an.
Dies bedeutet im therapeutischen Alltag eine gewissenhafte Handhabung von Falttechniken gerade für FDM Therapeuten, die wenig Erfahrung mit Manipulationstechniken haben, bzw. diese nur wenig in der Klinik anwenden.
Die speziellen Handgriffe, die Marjorie Kasten PT auch nach dem Tode von Dr. Typaldos 2006 weiterentwickelt hat, dienen auch dazu sich bei Patienten einen therapeutischen Zugang zu verschaffen, welche Manipulationstechniken nicht tolerieren.
Marjorie Kasten PT bei einer Entfalttechnik für die Hüfte am sogenannten "Peanut- Ball"




















Marjorie Kasten PT wird zwei Inversions Seminare in Europa unterrichten:

30. April- 01. Mai 2012 in Wien, Österreich.                                  
 Weitere Informationen zum FDM Inversionsseminar und zur Anmeldung:
http://fdm-seminar.at/seminare/inversionstherapie-mit-marjorie-kasten-pt/


6.- 7. Mai 2012  in Osnabrück, Deutschland.                     
Weitere Informationen zum FDM Inversionsseminar und zur Anmeldung:
http://www.fdm-seminare-osnabrueck.de/

Unterstützt und gesponsort werden die Inversionsseminare von Marjorie Kasten PT von der FDM Toolbox, die auch die Inversionstische von Teeter, Invertracs und Peanut- Bälle vor Ort stellt.

Sonntag, 12. Februar 2012

Informationen über Osteopathie nach Typaldos bei Visite

Das NDR Gesundheitsmagazin Visite hat nun auf seiner Internetplattform viele Informationen und den Bericht über das Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos, welches im Beitrag als Osteopathie nach Typaldos bezeichnet wird, bereit gestellt. Neben dem redaktionellen Beitrag "Osteopathie nach Typaldos: Mit den Händen heilen", in dem die Diagnose und Behandlung nach dem Fasziendistorsionsmodell (FDM) an zwei Patienten gezeigt wird, sind auch ein Beitrag zu Faszien und das Interview von Studiogast Prof. Matthias Fink mit Visite Moderatorin Vera Cordes zu sehen.

Logo der Sendung Visite © NDR
Das Logo der Visite Sendung

Der redaktionelle Beitrag zeigt zwei Patienten, die nach dem Fasziendistorsionsmodell von Typaldos behandelt wurden. Eine etwas jüngere Patientin, die von Prof. Fink untersucht und behandelt wurde, kam mit Rückenschmerzen im unteren Rücken. Sie beschreibt in dem Beitrag zwar die FDM Behandlung als recht schmerzhaft aber wirkungsvoll.
Der zweite Patient hatte starke Einschränkungen am Nacken und konnte den Kopf sehr schlecht bewegen. Durch die Behandlung mit hernierten Triggerpunkten und Trapez Triggerbändern, wurde auch sein Beschwerdebild erfolgreich behandelt. Seine Lebensqualität konnte stark erhöht werden, weil er wieder gut Skifahren kann.
Die Visite Redaktion hat auch einen eigenen kurzen Beitrag zu Faszien, zum besseren Verständnis verfasst. Darin blenden sie Aufnahmen des französischen Handchirurgen Prof. Jean- Claude Guimberteau ein, der als erster solche Aufnahmen von Faszien gemacht hat. Er war auch im Sommer letzten Jahres auf dem Internationalen Fasziendistorsionsmodell Kongress in Wien zu Gast.
Auch die Fragen, die Vera Cordes dem hannoverschen Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin Prof. Matthias Fink (Medizinische Hochschule Hannover) stellt und seine anschliessenden Erklärungen zur Funktionsweise des FDM sind auf der Internetseite von Visite einsehbar.
Prof. Matthias Fink organisiert in Hannover und München mit dem Wiener FDM Instruktor Dr. Georg Harrer FDM Seminare und hat Osteopathie nach Typaldos als Wahlpflichtfach für Medizinstudenten in Hannover etabliert.
Die Redaktion von Visite hat neben den Fernsehbeiträgen mit Prof. Fink, den Faszien und "Osteopathie nach Typaldos" auch weitere Informationen bereitgestellt. So gibt es Links zum europäischen FDM Verband EFDMA (Wien), wo eine FDM Therapeutenliste (nach PLZ geordnet) einsehbar ist. Daneben hat auch die Arbeitsgemeinschaft Interdisziplinäre Medizin (AIM) ein FDM Therapeutenregister ihrer FDM Absolventen zusammengestellt.


Samstag, 11. Februar 2012

Offenes FDM Seminar in Tokyo


 In Tokyo fand zum wiederholten Male ein offizielles FDM Seminar mit dem japanischen FDM Instruktoren Keisuke Tanaka FDM O. statt. Die etwa 50 Teilnehmer kamen aus verschiedenen manualtherapeutischen Bereichen. In Japan gibt beispielsweise extra Judo- Therapeuten, die das Fasziendistorsionsmodell begeistert anwenden. Ähnlich ist hier die Verbreitung wie in Europa das Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos im Sportbereich durch dem Sportphysiotherapeuten Klaus Eder (Deutsche Fußballnationalmannschaft, Deutsches Daviscup Team).
Keisuke Tanaka FDM O. auf dem FDM Seminar in Tokyo



















Keisuke Tanaka und Kohei Iwata, die bisher einzigen FDM Instruktoren in Japan, sind die treibenden Kräfte hinter den FDM Seminaren, die das Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos auch in Japan bekannter machen und verbreiten sollen. Schon früh gründeteten sie den asiatischen FDM Verband FDM Asian Association FAA. In Japan sind die Auswahlkriterien zur Teilnahme an den Seminaren besonders hoch und die FDM Ausbildung erfordert eine große Anzahl von Seminaren.
Die Teilnehmer des FDM Seminares am letzten Wochenende in Tokio (ganz rechts, stehend: Keisuke Tanaka FDM O., am selben Bildrand knieend: Yunko Jamada, ganz links stehend: Kohei Iwata)



Keisuke Tanaka FDM O. und Kohei Iwata sind noch direkte Schüler vom Begründer des Fasziendistorsionsmodells Dr. Stephen Typaldos D.O.. Beide traten auch auf dem Internationalen Fasziendistorsionsmodell Kongress in Wien im Sommer letzten Jahres auf. Keisuke Tanaka FDM O. präsentierte viele Variationen von Techniken der Membrana interossea am Unterarm. Er hat auf seinem Youtube Kanal tanakaorthopathic viele, zum Teil legendäre und mit ein paar tausend Zugriffen versehene, FDM Behandlungsvideos veröffentlicht.
Keisuke Tanaka FDM O. beim Zeigen einer FDM Technik


Kohei Iwata stellte auf dem Internationalen FDM Kongress in Wien die Entwicklung und Strukturierung des Fasziendistorsionsmodells in Japan durch die FDM Asian Association FAA vor.
Auf dem letzten offiziellen FDM Seminar 2011 war auch eine Delegation der europäischen FDM Organisation EFDMA in Tokyo zu Gast um an dem FDM Seminar mit Keisuke Tanaka FDM O. und Marjorie Kasten PT teilzunehmen.


Kohei Iwata (FDM Instruktor) auf dem jetzigen Seminar in Tokyo
 

Faszienkongress in Vancouver ausgebucht

Der Faszienkongress in Vancouver Ende März ist nun ausgebucht. In einer Rundmail bitten die Veranstalter darum, dass man sich auf Wartelisten eintragen soll, bzw. eingetragen wird.
Ferner weisen die Veranstalter um Geoffrey Bove DC PhD und die Massage Therapy Association of British Columbia daraufhin, dass noch keine Tickets für Unterbringung oder Anreise erworben werden sollen, wenn man auf der Warteliste steht, da eine Teilnahme keinesfalls gesichert ist. Es werden von Veranstalterseite mehr als 100 Interessierte am Thema Faszien erwartet, die auch den Dialog zwischen Klinikern und Forschern weiter führen und ausbauen wollen.

Third International Fascia Research Congress
Logo des 3. Fascia Research Congress









Auf dem diesjährigen Fascia Research Congress, der den dritten Faszienkongress dieser Art darstellt, werden auch Präsentationen zum Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos vorgestellt werden, u.a. von dem us- amerikanischen FDM Instruktor Dr. Byron Perkins und dem Präsidenten der europäischen FDM Association, Stefan Anker. Stefan Anker wird Teile seiner Masterthesis zur Körpersprache im Fasziendistorsionsmodell vorstellen.
Neben den Fasziendistorsionsmodell Präsentationen wird es auch von den Pionieren der Faszienarbeit wie Dr. Robert Schleip, Leon Chaitow oder Dr. Carla Stecco Vorträge und Workshops geben.

Donnerstag, 9. Februar 2012

Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos im Routinebetrieb eines Ambulatoriums

Der FDM Therapeut (EFDMA) und Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation Dr. med. Lukas Gallei hat in der neusten Ausgabe der größten deutschsprachigen Fachzeitschrift für Osteopathie "DO- Deutsche Zeitschrift für Osteopathie" einen Artikel über den Einsatz des Fasziendistorsionsmodells nach Typaldos im Routinebetrieb eines Ambulatoriums veröffentlicht.
Dr. med. Lukas Gallei ist ärztlicher Leiter der medizinischen Einrichtungen der Burgenländischen Gebietskrankenkasse (BGKK) und konnte im Rahmen eines Ambulatoriums für Physikalische Medizin und Rehabilitation mit einem medizinischen Team von zwei Ärzten, acht Physiotherapeuten und sieben medizinsch- technischen Fachkräften die Anwendbarkeit des Fasziendistorsionsmodells nach Typaldos testen.
Dr. med. Lukas Gallei
 
Von Mai 2010 bis August 2011 wurde 2495 Patienten die Diagnose und Behandlung nach dem Fasziendistorsionsmodell in 12290 Konatkten mit Typaldos Manual Therapy (TMT) ermöglicht.
Die Zahlen, die Dr. Gallei jetzt in der "DO- Deutsche Zeitschrift für Osteopathie" veröffentlichte, sprechen massiv für einen flächendeckenden Ausbau des Fasziendistorsionsmodells (FDM) in Ambulatorien. Ab dem Zeitpunkt der Einführung des FDM wurde eine zweistellige Steigerung des Umsatzes verbucht und eine Verkürzung der durchschnittlichen Dauer des Krankenstandes der FDM Patienten verzeichnet. Innerhalb der Einrichtung konnten Kern- Kompetenzen der einzelnen Fachkräfte besser genutzt und eingesetzt werden.
Der Erstkontakt nach dem Fasziendistorsionsmodell erfolgt beim zuständigen Facharzt, der häufig in dieser Sitzung schon nach dem FDM behandelt. Anschliessend werden die Kompetenzen an die jeweilige Fachkraft delegiert, die räumlich und inhaltlich stets Kontakt zum Facharzt hält und halten kann.
In seinem Artikel unterstreicht Dr. Gallei die ergebnisorientierte Pragmatik des FDM als einen der wichtigsten Punkte, die zu dem Ergebnis geführt haben. Daneben spielt die Kommunikation mit den Patienten bei der Typaldos- Methode eine wichtige Rolle, da sich Patienten ernst genommen und gut aufgehoben fühlen.
Das Ambulatorium unter Einsatz des Fasziendistorsionsmodells nach Typaldos wird mit Dr. Gallei weiter ausgebaut werden und man darf gespannt sein, welche Erkenntnisse die burgenländische FDM Oase noch bringen wird.

Dienstag, 7. Februar 2012

Fernsehen: Osteopathie nach Typaldos Fasziendistorsionsmodell bei Visite

Der in Hannover an der Medizinischen Hochschule MHH praktizierenden Rehabilitationsmediziner Prof. Matthias Fink war heute als Gast in der NDR Gesundheitssendung VISITE zum Thema Faszien, Manuelle Medizin, "Osteopathie nach Typaldos", bzw. Fasziendistorsionsmodell.
Eingeleitet wurde der Beitrag über Faszien mit Aufnahmen des französischen Handchrirugen Prof. Jean- Claude Guimberteau. 
Neben dem Studiogast Prof. Fink wurde auch ein redaktioneller Beitrag zur "Osteopathie nach Typaldos" gezeigt. Darin war eine junge Patientin (Studentin) zu sehen, die von Prof. Fink an der Medizinischen Hochschule Hannover befragt und behandelt wurde.
Neben der jungen Frau war auch ein Patient mit Nackenbeschwerden zu sehen. Er sollte eine Operation wegen knöcherner Anbauten an der Halswirbelsäule haben. Denn die knöchernen Anbauten sollten dahingehend für die Beschwerden verantwortlich sein, indem sie die Nervenaustritte an der Halswirbelsäule einengten. Nach dem Fasziendistorsionsmodell hatte der Patient ziehende Schmerzen an der seitlichen Halswirbelsäule und eine deutlich eingeschränkte Kopfdrehung. Die ziehenden Schmerzen wurden nach dem Fasziendistorsionsmodell als chronische Triggerbänder (mit Verklebungen) diagnostiziert und behandelt. Zusätzlich wurde die Kopfdrehung durch supraclaviculäre hernierte Triggerpunkte (SCHTP) eingeschränkt. Die Triggerbänder wurden nach der Triggerbandtechnik mit dem Daumen behandelt, indem das Trapezius Triggerband abgefahren wurde. Die SCHTP wurden mit starkem Daumendruck im Sinne des Fasziendistorsionsmodells reponiert. Es wurde gezeigt, wie der Patient eine erhöhte Lebensqualität und wieder Spass am Skifahren hat und auch beim Autofahren wieder deutlich besser den Schulterblick durchführen kann. Ein Nebenaspekt war, dass der Tremor des Kopfes sich verbesserte- bzw. dass das Kopfwackeln weniger wurde.
Der Begründer des Fasziendistorsionsmodells, der us- amerikanische Notfallmediziner Dr. Stephen Typaldos verstand seine Diagnose immer als handlungsorientierte Arbeitshypothese und stützte sich dabei vor allem auf die Schmerzgestik oder Gestik zum Ausdruck der Beschwerden. Er erkannte aufgrund der visuellen und kommunizierten Beschwerdediagnostik sechs Gestiken und ordnete diese sechs verschiedenen Verdrehungen (Distorsionen) und spezifischen Behandlungen für jede einzelne zu.
Durch die Förderung von Prof. Matthias Fink ist die Osteopathie nach Typaldos ab diesem Jahr als Wahlpflichtfach in Hannover etabliert und es bestehen lange Warteschlangen für die Fasziendistorsionsseminare mit Dr. Georg Harrer (Wien) bei der Arbeitsgemeinschaft Interdisziplinäre Medizin (AIM).
Prof. Fink stand nach der Sendung als Experte für Osteopathie und Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos dem VISITE Expertenchat zur Verfügung.

Montag, 6. Februar 2012

Faszienkongress in Vancouver: Nur noch 25 Plätze frei

Eine Eilmeldung erreichte heute Faszienforscher und Faszientherapeuten weltweit: Beim 3. Internationalen Faszienkongress, der im März im kanadischen Vancouver stattfindet, sind nur noch 25 Plätze frei.

Die Veranstalter des dritten International Fascia Research Congress in Vancouver weisen in ihrer E- Mail daraufhin, dass bei einem Andauern von weiteren Anmeldungen zum Faszienkongress innerhalb der nächsten Woche mit einem Anmeldungsstopp zu rechnen ist.
Bei dem Faszienkongress in Vancouver werden auch Vertreter des Fasziendistorsionsmodells nach Typaldos vertreten sein. Unter ihnen Stefan Anker aus Wien, der Präsident der europäischen FDM Association EFDMA. Er hat seine Masterthesis zur Interrater Reliabilität bei der Körpersprache zum FDM nach Typaldos vor kurzem veröffentlicht. Auch Dr. Byron Perkins als Vertreter der us- amerikanischen FDM Organisation AFDMA wird ein Paper zum Fasziendistorsionsmodell präsentieren.
Neben den FDM Präsentationen wird es auch sicher auf diesem Faszienkongress wie auf den beiden vorhergehenden in Boston und in Amsterdam interessante neue Studien und Arbeitshypothesen geben. Darüberhinaus ist auf den Kongressen der Austausch zwischen Klinikern und Forschern ein wichtiger Aspekt. Ein gegenseitiges Verständnis wird sicher auf diesem Kongress auch wieder wichtige Weichen für Projekte für die Zukunft und besser Therapiebedingungen für Patienten mit hartnäckigen Beschwerden stellen.
Es sind vor allem Therapeuten aus den Bereichen der Massage, der Osteopathie, des Rolfing, des Fasziendistorsionsmodells, der Chirotherapie und der Physiotherapie, die den Kongress besuchen und sich auch untereinander austauschen.

Osteopathie nach Typaldos bei Visite (NDR)

In dem Gesundheitsmagazin Visite wird es morgen in der Sendung Mit Händen heilen- Sanfte Therapien gegen Rückenschmerzen einen Beitrag über die (wie sie im Beitrag stets genannt wird) Osteopathie nach Typaldos geben.
Studiogast wird Prof. Matthias Fink sein. Prof. Fink ist Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Dort leitet er unter anderem die Privatambulanz für Naturheilverfahren, in der er auch die Osteopathie nach Typaldos anwendet.
Durch die Initiative von Prof. Matthias Fink wird ab dem Herbst dieses Jahres die Osteopathie nach Typaldos Wahlpflichfach in Hannover für Medizinstudenten sein.
Prof. Dr. med habil. Matthias Fink ist zudem Leiter der Arbeitsgemeinschaft Interdisziplinäre Medizin (AIM) in Hannover. Seit 2007 organisiert er mit der AIM Seminare im Fasziendistorsionsmodell Osteopathie nach Typaldos mit Dr. Georg Harrer (Wien) und mit dem Sportphysiotherapeuten Klaus Eder (Deutsche Fußballnationalmannschaft, Deutsches Davis Cup Team) in Hannover.
Erst kürzlich stellte Prof. Fink das Fasziendistorsionsmodell Osteopathie nach Typaldos bei einem Weltkongress in Barcelona vor. 
Er gilt damit als profunder Kenner des Fasziendistorsionsmodells Osteopathie nach Typaldos.
In dem Beitrag bei Visite zu manuellen Therapien bei Rückenschmerzen werden auch Patienten vorgestellt werden, die nach der Typaldos- Methode (Osteopathie nach Typaldos) erfolgreich behandelt wurden. Als FDM Kooperationspartner wird auch einer meiner (Thorsten Fischer, Hannover) Patienten vorgestellt werden, der nach (wie es im Beitrag genannt wird) Osteopathie nach Typaldos behandelt wurde. Nach diesem Konzept gibt es Verdrehungen oder Verformungen der Faszien (Bindegewebe), die mit manuellen Grifftechniken korrigiert werden. Die vom Begründer Dr. Stephen Typaldos gewählte Bezeichnung lautet deswegen eigentlich Fasziendistorsionsmodell (FDM). Aber da Dr. Stephen Typaldos ein us- amerikanischer Osteopath war, wird das FDM noch in Verbindung mit der Osteopathie gebracht.

Moderatorin Vera Cordes wird nach dem redaktionellen Beitrag über die Osteopathie nach Typaldos mit Prof. Matthias Fink darüber sprechen, wo die Osteopathie nach Typaldos angewandt werden kann und wo ihre Grenzen sind. Prof. Fink ist auch Ehrenmitglied des europäischen Verbandes der FDM Therapeuten, der EFDMA und weist explizit darufhin, dass er FDM Therapeuten empfiehlt, die auf der Seite der EFDMA stehen, da es mittlerweile auch nicht von der EFDMA lizensierte FDM Seminare und Therapeuten gibt.
Erst kürzlich erschien ein Fernsehbeitrag über FDM im österreichischen Fernsehsender ORF in der Sendung Herbstzeit mit Dr. Georg Harrer, in dem das FDM nicht als Osteopathie nach Typaldos, sondern als Faszientherapie bezeichnet wurde.
Der jetzige Beitrag bei Visite zur Osteopathie erfolgt auch wegen der Neuerungen im Bereich der gesetzlichen Kassen zur Osteopathie. Die Techniker Krankenkasse bezahlt Osteopathie zum Teil seit Beginn 2012.

Sonntag, 5. Februar 2012

Typaldos Seminar: Internetauftritt von Dr. Georg Harrer und Dr. Markus Breinessl

Die Wiener FDM Therapeuten und FDM Instruktoren Dr. Georg Harrer und Dr. Markus Breinessl sind seit einigen Tagen mit ihrer FDM Seminar Institution Typaldos Seminar über einen Internetauftritt erreichbar.
Das Logo von Typaldos Seminar








Typaldos Seminar bietet schon seit längerem Seminare im Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos mit Dr. Georg Harrer und Dr. Markus Breinessl in Österreich an.
Besonders in Wien, wo Dr. Harrer und Dr. Breinessl gemeinsam in einer Ordination in der Perfektastrasse praktizieren, hat Typaldos Seminare zwei Kursstandorte, die stets ausgebucht sind, da die Nachfrage nach FDM Seminaren gerade in der österreichischen Hauptstadt enorm hoch ist.
Einer der Kursstandorte besteht in der Gesundheitsschule Hildegard von Bingen in einem liebevoll restaurierten über 500 Jahre alten Haus in der Wiener Neustadt. Der zweite Kursstandort befindet sich in unmittelbarer Nähe der Ordination von Dr. Harrer und Dr. Breinessl in der Perfektastrasse.
Erst vor kurzem war Dr. Harrer zur Faszientherapie als Studiogast in der ORF Sendung "Herbstzeit" zur Faszientherapie zu sehen.


Dr. Georg Harrer in der ORF Sendung zur Faszientherapie












Daneben erschienen einige Zeitungsartikel über Dr. Harrer zum Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos in der Zeitschrift "Baby Express" und in der zweitgrößten Zeitung Österreichs, dem "Kurier" zum "Bindegewebe ausstreifen".
Neben den Seminarangeboten bietet die Internetseite von Typaldos Seminar noch ein paar Hintergundinformationen zum Fasziendistorsionsmodell und der Typaldos- Methode, sowie zur europäischen FDM Association EFDMA.
Dr. Harrer wurde persönlich vom Begründer des Fasziendistorsionsmodells, Dr. Stephen Typaldos (1957-2006), beauftragt, FDM Seminare in Europa zu unterrichten.
Neben den FDM Seminaren bei Typaldos Seminar unterrichtet Dr. Harrer auch in Deutschland. Dort vor allem bei der Arbeitsgemeinschaft Interdisziplinäre Medizin (AIM) an den Standorten Hannover und München.
Auch Dr. Breinessl unterrichtet das Fasziendistorsionsmodell an anderen Standorten in Österreich und war in der ORF Sendung zur Faszientherapie zu sehen.
Der jetzige Internetauftritt von Typaldos Seminar ist ein lange überfälliger Schritt, um der Popularität aufgrund der vielen Medienberichte zur Faszientherapie und den vielen angebotenen FDM Seminaren gerecht zu werden und Informationen aus "erster Hand" anbieten zu können.

Freitag, 3. Februar 2012

Vortrag von Dr. Christian Stein an der Ärztekammer

Der Fasziendistorsionsmodell Instruktor Dr. Christian Stein hat am Donnerstag, 2. Februar 2012 an der Ärztekammer Niedersachsen in Hannover einen Vortrag zum "Mythos Rumpfstabilität und Funktion der Wirbelsäule"gehalten.
Dr. Christian Stein, der nach wissenschaftlichen Kriterien die valideste Studie im Fadziendistorsionsmodell nach Typaldos veröffentlicht hat, präsentierte den Teilnehmern seines Vortrags dabei ausgewählte Untersuchungen zum Thema.



Kein Zusammenhang zwischen Schmerz und Kraft

Dr. Stein ging in seinem Vortrag vor etwa 20 Ärzten auf die langläufige Ansicht ein, dass ein stabiler Rücken weniger Schmerzen haben soll und widerlegte anhand von Studien die These, dass Bauchmuskeln wichtig für die Rumpfstabilität seien.
Dr. Stein konnte weiterhin anhand von Untersuchungen eindrucksvoll belegen, dass Übergewicht nur schwach mit Rückenschmerzen korreliert. Dies macht den häufig gehörten therapeutischen Ratschlag obsolet, dass Menschen abnehmen müssen, damit sie ihre Rückenschmerzen verlieren oder ihnen vorbeugen können.
Ergänzende Studien, die Dr. Christian Stein im Casino der Ärztekammer im Rahmen seines Vortrages präsentierte, zeigen, dass Imbalancen zwischen vorderer und hinterer Rumpfmuskulatur eher der Normalfall als eine Abnormität sind. Der menschliche Organismus scheint also keinen Unterschied in der Wertigkeit der Muskeln zur Stabilisierung des Rumpfes zu machen. Dr. Stein betonte, dass grundsätzlich Bewegung gut sei und ein Training verschiedenster Muskelgruppen. Er stützte seine Aussagen auf Studien des Londoner Professors und manuell tätigen Therapeuten Eyal Lederman. Eine kontrollierte Instabilität sei demnach besser als Stabilität, postulierte schon der in Kanada praktizierende Professor Serge Gracovetsky, der viele Untersuchungen zur Funktion des unteren Rückens durchgeführt hat.
Der Ulmer Faszienforscher Dr. Robert Schleip und Divo G. Müller sind zur Zeit die Vorreiter einer Trainingstherapie, die dreidimensionale einfach durchzuführende Bewegungen propagiert.

Bildgebende Verfahren und Rückenschmerzen

Ein weitere präsentierte Studie hatte den Zusammenhang zwischen bildgebenden Verfahren und Rückenschmerzen untersucht. Dazu waren bildgebende Verfahren bei Patienten ohne Rückenschmerzen eingesetzt worden und zeigten auch zu großen Teilen bei den Menschen ohne Beschwerden strukturelle Befunde. Wenn auf einem Röntgenbild Befunde (wie beispielsweise arthrotische Veränderungen) sichtbar waren, dann musste das nicht zwangsläufig zur Folge haben, dass die betroffende Person Beschwerden hatte. Dies lässt den Rückschluss zu, dass eine sich rein dauf bildgebende Verfahren stützende Diagnostik in einer Arztpraxis durch eine manuelle und visuelle Diagnostik sinnvoll ergänzt werden kann.


Faszie als Kraftüberträger

Noch aus den 40er Jahren stammen die Ideen unter anderem von D.L. Bartelink, dass die Rückenmuskeln die meiste Arbeit beim Gewichtheben erledigen und der intraabdominale Druck eine gewichtige Rolle spielt.
Wie aber Dr. Stein gleich zu Beginn seines Vortrags deutlich machte, sind diese Theorien anhand der Beobachtungen in der Praxis und der Biomechanik nicht ausreichend.
Der schon eingangs erwähnte Prof. Serge Gracovetsky hat diese Theorien schon vor Jahren widerlegt, indem er die Funktion der derben Bindegewebsplatte, die über und zwischen den Muskeln am Rücken liegt, die thorakolumbale Faszie, untersucht hat. Dr. Stein stellt die wichtigsten Erkenntnisse und zum Teil auch Arbeitshypothesen von Gracovetsky vor und zeigte dazu einen kurzen, mit "Fascia extends spine" betitelten Videoausschnitt von Gracovetsky aus "Is the lumbodorsal fascia necessary?".
Demnach ermöglichen erst die Faszien das effiziente Arbeiten der Muskulatur. Denn der tiefe Rückenmuskel (Erector spinae) arbeitet nur in der ersten Phase des nach vorne Beugens. Die Faszie hat durch ihre Lage an der Aussenseite die beste Hebelwirkung. Dr. Christian Stein gab zu bedenken, dass es beispielsweise im Rahmen von einzelnen gezielten operativen Eingriffen an der Faszie zu irreparablenFaszienstörungen kommen kann, welche in der Folge schwer rehabilitierbar sind.


Das Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos als Hilfe bei Rückenschmerzen

Da die Kraft von Muskeln, Befunde anhand von bildgebenden Verfahren oder das Übergewicht keinen so massiven Einfluß in der Entstehung und der Behebung von Rückenschmerzen und in der Funktion des Rückens haben, wie bisher angenommen wurde, stellen die Faszien einen neuen effektiven Ansatz zur Therapie dar.
Dr. Christian Stein stellte für die Teilnehmer seines Vortrags als therapeutische Option aufgrund der vorhergegangenen Analysen das Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos vor.
Für viele Zuhörende war es neu, dass die Gestik der Patienten zu Diagnose und spezifischer Behandlung dienen kann und dem Patienten geglaubt wird, dass dort zu behandeln ist, wo er Beschwerden angibt.
Die Effektivität des Fasziendistorsionsmodells nach Typaldos bei Rückenschmerzen verdeutlichte Dr. Stein anhand eines Videos einer Patientin, die schwerwiegende bildgebende Befunde und Beschwerden aufwies, aber trotzdem von Dr. Stein durch Behandlung an den betroffenen Stellen Beschwerdefreiheit erfuhr.
Im Anschluss an den Vortrag gab es Nachfragen nach der Behandlung dem Fasziendistorsionsmodell  (da der Ablauf auf dem Video nicht sichtbar war) und nach Fortbildungsmöglichkeiten.

Donnerstag, 2. Februar 2012

Burkina Faso – FDM-Hochburg in Afrika- Ein Bericht von Markus Nagel

Eine großartige Veranstaltung fand im Januar in Burkina Faso statt. Zum ersten Mal trafen sich 10 erfahrene FDM-Therapeuten und Instruktoren aus Europa und den USA in Ougadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, um dort mit Ärzten und Therapeuten des Landes und Anliegerstaaten, wie z.B. Togo, Niger, Mali, Benin und der Elfenbeinküste, das Fasziendistorsionsmodell und die Typaldos-Methode am Patienten zu praktizieren.
Ziel der Reise war es, die afrikanischen Kollegen in der praktischen Umsetzung der Behandlungsmethode zu schulen. Zunächst unterrichtete Dr. Georg Harrer an drei Tagen das dritte Modul des FDM-Curriculums. Die Teilnehmer erhielten zum Abschluss ein Zertifikat der afrikanischen FDM-Gesellschaft.
 Es wurden dann Gruppen gebildet, die an unterschiedlichen Orten in Burkina Faso in Kliniken, Gesundheitszentren oder einfach in Kirchenräumen auf dem Lande Patienten nach dem FDM behandelten. Durch die große Zahl der Betreuer war eine sehr gute Supervision möglich. Es war sehr erfreulich zu sehen, wie weit viele der afrikanischen FDM Therapeuten in der Arbeit mit dem FDM schon waren. Und die Kollegen, die in diagnostischen oder praktischen Handhabungen noch Unsicherheiten aufwiesen, machten in den Tagen des gemeinsamen Arbeitens enorme Fortschritte.



Die afrikanischen FDM Therapeuten und europäischen FDM Kollegen





Eine Gruppe mit Dr. Georg Harrer (A), Dr. Klaus Wachter (D), Marion Maly (A) und Markus Nagel (D) arbeitete sowohl in Ouagadougou als auch in Dörfern der Umgebung, um dort mit den Studenten Patienten zu behandeln. Eine andere Gruppe bestehend aus Dr. Lukas Trimmel (A) und Lukas Ratzenberger (A) fuhr nach Koudougou, einer kleineren Stadt ca. 140 km westlich der Hauptstadt. Eine weitere Gruppe um Dr. Byron Perkins (USA), Tomasz Teszner (PL), Sabine Gsellmann (A) und Maciej Jurasz (PL) nahm die weiteste Reise auf sich und fuhr über 350 km nach Bobo-Dioulassou, der zweitgrößten Stadt von Burkina Faso.


Triggerbandbehandlungen durch die afrikanischen FDM - Therapeuten







Die Arbeit mit den Patienten war für alle Beteiligten sehr interessant. Gerade aufgrund der Vielsprachigkeit des Landes mit den unterschiedlichen Stammessprachen ist eine medizinische Diagnose anhand von Gestik und Körpersprache besonders wertvoll. Die meisten hatten sehr ähnliche Beschwerden wie in Europa oder in Amerika: Schmerzen im unteren Rücken oder Nacken, Schwäche an den Extremitäten, Steifigkeit von Gelenken. Die Erfolgsquote nach der Behandlung war sehr hoch. Fast alle Patienten gaben eine deutliche Verminderung der Beschwerden an.



FDM Instruktor Markus Nagel zusammen mit afrikanischen FDM- Therapeuten und Patienten





Die gesamte Organisation lag bei Dr. Harouna Diallo, dem Vorsitzenden des afrikanischen FDM-Verbandes, und dessen Mentor und Unterstützer Dr. Issa Ouedraogo, der auch Gastgeber für die internationalen Gäste war. Die Begeisterung war auf allen Seiten sehr groß, so dass schon an eine Fortsetzung des Projektes gedacht wird.












(oben und rechts) Die Schlange der geduldig wartenden Patienten in Ougadougou, Burkina Faso.







Anschrift des Autoren:
Markus Nagel BSc.
Praxis: Bramscher Str. 79
49088 Osnabrück
Tel. 0541 58051296

 http://www.markusnagel.de/