Mittwoch, 28. September 2011

Gibt es im Fasziendistorsionsmodell chronische Zylinderdistorsionen?

Auf dem fünften Internationen FDM Kongress in Wien gab es zahlreiche Diskussionen dazu, ob es nach dem Fasziendistorsionsmodell chronische Zylinderdistorsionen gibt.
Nach der Definition des FaszienDistorsionsModells (FDM) wird Chronizität nach dem anatomischen Zustand und nicht nach der Dauer der Beschwerden beurteilt. Chronisch werden demnach Triggerbänder, weil sie Adhäsionen (Verklebungen) durch die zerstörten Crosslinks (Querverbindungen) bilden können.
Auf dem Internationalen FDM Kongress in Wien stellte der japanische FDM Therapeut und FDM Instruktor Keisuke Tanaka FDM O. (der einzige offizielle autorisierte FDM Lehrer, der bisher FDM Videos im Internet zugänglich gemacht hat) verschiedene Zylinderdistorsionen vor. Auf Nachfrage verneinte er allerdings, dass es chronische Zylinderdistorsionen gäbe. Nach seinem Verständnis können sich Verklebungen von chronischen Triggerbändern anhaften und die Zylinderfaszien mit verkleben. Er würde die Zylinderfaszien nicht als chronisch bezeichnen, sondern als "stuck"= festsitzend.
Sein Lehrer, der Begründer des FaszienDistorsionsModells, Dr. Stephen Typaldos D.O., schrieb davon, dass theoretisch alle Fasziendistorsionen chronisch werden könnten. Nach seinem Verständnis können alle Fasziendistorsionen Triggerbänder mit abgerissenen Crosslinks entwickeln und somit chronisch werden. Typaldos schrieb sogar von chronischen Zylinderdistorsionen, die man neben der klassischen Triggerbandtechnik mit der sogenannten Kammtechnik behandeln sollte, um die verdrehten Fasern zu separieren und Adhäsionen zu lösen.
Die Frage nach klassischen Zylinderdistorsionen kann von den theoretischen Grundlagen her also mit einem ganz klaren "Jain" beantwortet werden. Keisuke Tanaka orientiert sich stark an den Ideen von Dr. Stephen Typaldos und hat sich stets gegen eine Vermischung mit anderen therapeutischen Konzepten ausgesprochen, um eine von ihm befürchtete (und von Typaldos selbst auch so thematisierte) Verwässerung der Fascial Distortion Medicine zu vermeiden. Das von Dr. Typaldos empfohlene therapeutische Vorgehen besitzt in der Praxis eine hohe Effektivität und hat sich stets am Patienten orientiert.
Die geführte Diskussion um chronische Zylinderdistorsionen erscheint auch im Geiste des verstorbenen Begründers Dr. Stephen Typaldos nur sinnvoll, wenn sie klinische Relevanz hat und den Patienten einen Benefit bringen würde. Bisher kann aus der täglichen Praxis nur berichtet werden, dass das Lösen von Triggerbändern als primäre therapeutische Intervention auch nach dem Tode von Dr. Typaldos im FDM Goldstandard ist. Gerade bei Patienten, die ihre Beschwerden nur schwer und diffus beschreiben können, ist von vielen Verklebungen auszugehen. Auch Dr. Typaldos wies daraufhin, dass ein akutes Leiden vom Betroffenen besser durch Körpersprache ausgedrückt werden kann. Denn hier handelt es sich um nur wenige Distorsionen, die man eindeutig empfindet und zeigen kann. Bei einer chronischen Problematik gibt es Bewegungseinschränkungen an mehreren Stellen und in mehrere Richtungen. Es besteht ein Konglomerat aus verschiedenen Distorsionen, dass es den Betroffenen unmöglich macht, ihre Beschwerden anzuzeigen. Es tut einfach nur weh. Das von Dr. Typaldos auch bei von Patienten angezeigten Zylinderdistorsionen postulierte Vorgehen, empfiehlt zuerst das Lösen von Triggerbändern und ist heute noch am effektivsten.
Die aktuelle Diskussion um chronische Triggerbänder scheint für die Patienten keine verbesserte Behandlung zu bringen und ist deswegen aus meiner Sicht obsolet.

FDM Level 2 Seminar von Typaldos Akademie

Neben den Kursanbietern von FDM Seminaren der Arbeitsgemeinschaft Interdisziplinäre Medizin (AIM) von Prof. Matthias Fink aus Hannover, dem Typaldos- Seminar von Dr. Georg Harrer und Dr. Markus Breineßl hat nun auch die Typaldos Akademie von Dr. Christian Stein und Christoph Rossmy D.O. DROM ein FDM Level 2 Seminar angekündigt.
Stattfinden soll das Level 2 FDM Seminar am 20. November in Haltern am See, wo FDM Instruktor und Typaldos Akademie Mitbetreiber Christoph Rossmy eine große FDM Praxis betreibt.
Thematisch soll es um eine spezielle Körpersprache für den unteren Rücken, die Schulter und radikuläre, beziehungsweise pseudoradikuläre Symptomatik gehen. Der Begründer des Fasziendistorsionsmodells, Dr. Stephen Typaldos D.O., hatte stets zwischen radikulärer und pseudoradikulärer Symptomatik bei der Behandlung von Bandscheibenvorfällen und Ischiasschmerzen durch das Fasziendistorsionsmodell unterschieden.
Da es mittlerweile viele nach den Kriterien der Europäischen FDM Organisation (EFDMA) ausgebildete FDM Therapeuten gibt, besteht eine große Nachfrage nach FDM Level 2 Kursen, die jetzt durch die großen FDM Kursanbieter AIM, Typaldos- Akademie und Typaldos Seminar abgedeckt werden soll.

Samstag, 24. September 2011

FDM Prüfung in Krakau mit Christoph Rossmy

An diesem Wochenende schlossen die Teilnehmer der FDM Kursreihe in Krakau, Polen ihr Modul mit einer FDM Prüfung ab. Kursleiter war FDM Instruktor Christoph Rossmy von der Typaldos Akademie. Die FDM Kurse in Krakau werden von Agnieszka Piechowicz an ihrem Fortbildungsinstitut AG- REH organisiert und durchgeführt. Ein polnischer FDM Kollege stand als Übersetzer bereit, wenn das Englisch für die Verständigung nicht ausreichte.





Als Beisitzer des EFDMA Vorstandes und FDM Instruktor war auch ich eingeladen und durfte erleben, wie enthusiastisch die polnischen FDM Kollegen zu Werke gingen. Ersichtlich war, dass offenbar ausnahmslos alle Teilnehmer der FDM Kurse und der FDM Prüfung das Fasziendistorsionsmodell in Form der Typaldos Manual Therapy in der Praxis anwenden und sich mit den Grundlagen des FDM täglich in der Praxis auseinandersetzen. Die FDM Handgriffe waren gut und auf Nachfragen wurde klar, dass sich die Teilnehmer ausreichend mit den Hintergründen des Fasziendistorsionsmodells beschäftigt haben.
Dass es neben den FDM Kursen der Typaldos Akademie in Polen auch noch andere EFDMA zertifizierte Kurse gibt, zeigt wie groß der Bedarf und das Potenzial für das Fasziendistorsionsmodell in Polen ist. Polen ist neben Österreich und Deutschland in Europa das Land, wo der größte Zuwachs an FDM Therapeuten und natürlich auch die größte Dichte an FDM Kursen zu verzeichnen ist.
In Kürze soll der erste offizielle FDM Landesverband in Polen auf rechtliche Beine gestellt werden. Also man darf gespannt sein, wie sich das Fasziendistorsionsmodell in Polen entwickeln wird und welche innovativen Einflüsse von hier noch kommen werden.


Von links nach rechts: Lukas, unser Übersetzer; Agnieszka Piechowicz, Organisatorin der FDM Kurse in Krakau; Thorsten Fischer (FDM Instruktor, EFDMA Secretary) und FDM Kursleiter Christoph Rossmy (FDM Instruktor, Typaldos- Akademie)

Montag, 19. September 2011

FDM Toolbox: Neuer Inversionstisch im Programm

Nach dem Internationalen FDM Kongress in Wien hat sich die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Inversionstischen enorm gesteigert. Nicht zuletzt durch die beeindruckende Arbeit von Marjorie Kasten PT- langjährige Assistentin und Weggefährtin vom Begründer des Fasziendistorsionsmodells (FDM), Dr. Stephen Typaldos.
Marjorie Kasten hat durch eigene Erfahrungen die Inversionstherapie weiter entwickelt und verstärkt das Augenmerk der therapeutischen Öffentlichkeit auf die Effektivität der Inversionsbehandlung bei vielen Beschwerden gelegt. Für ihre Arbeit benutzt sie hochwertige Inversionstische der us- amerikanischen Firma Teeter. Bei diesen ist durch die solide Verarbeitung des Materials das Wackeln des Tisches bei der Inversionsbehandlung auf das Minimum reduziert. Dazu fühlen sich die Patienten sicherer, weil die Aufhängung über extra angepasste Spezialschuhe mit Haken erfolgt und nicht- wie bei anderen Inversionsischen- über das Einklemmen der Füße mit Schaumstoffrollen.
Schon beim Internationalen FDM Seminar in Tokio im Februar dieses Jahres waren nicht nur die Teilnehmer der EFDMA Delegation beeindruckt von der Inversionsarbeit Marjorie Kastens und den Teeter Tischen.
 
Marjorie Kasten PT, bei einer Demonstration beim Internationalen FDM Seminar in Tokio im Februar am Teeter Inversionstisch

Nach langen Verhandlungen ist es nun gelungen, die Teeter Tische auf das europäische Festland zu holen und sie exklusiv in der FDM Toolbox anzubieten. Den schnittigen Teeter Inversiontable EP- 550 Sport wird es nun auch bei uns mit und ohne die Gravity Boots geben. Empfohlen wird, zusätzlich ein FDM Seminar in Inversionstherapie bei Marjorie Kasten PT zu besuchen, um über den sorgsamen Umgang und notwendige Kontraindikationen im Zusammenhang mit den Inversionstischen Bescheid zu wissen. Dazu hat Marjorie Kasten PT ein Buch zur Inversionstherapie veröffentlicht mit dem Titel "Which way is up, when you are upside down".

Freitag, 16. September 2011

Datenbank zum FaszienDistorsionsModell wird aufgebaut

Auf dem Internationalen FDM Kongress Ende August in Wien stellte der in Österreich praktizierende FDM Therapeut Joachim Stolz aus Brunn am Gebirge einen neues Programm namens FDM Data zur Dokumentation und Erfassung von Daten innerhalb des FaszienDistorsionsModells vor.

Einerseits können mit dem Programm FDM Therapeuten Daten zu ihren Patienten verwalten, andererseits können weltweit von Therapeuten innerhalb des FaszienDistorsionsModells Daten zu FDM Behandlungen eingegeben und ausgetauscht werden.

So können die Behandlungserfolge mit dem FaszienDistorsionsModell, aber auch eventuelle noch zu verbessernde Bereiche besser dokumentiert und ausgewertet werden. Für zukünftige Studien innerhalb der Fasziendistorsionsmodell Community werden dann hier Daten zur Verfügung stehen. Dies könnte ein wichtiger Faktor werden, um das FaszienDistorsionsModell und die Fascial Distortion Medicine weiter in der Medizin zu etablieren.

Nach Aussagen von Joachim Stolz soll FDM Data für FDM Therapeuten gegen Ende dieses Jahres erscheinen und für eine bessere Dokumentation und Vernetzung im FDM sorgen. Schon auf dem Internationalen FDM Kongress sorgte die Vorstellung von FDM Data durch Joachim Stolz für viele Diskussionen und Anregungen. Wir dürfen gespannt sein.

Weitere Informationen gibt es unter der E- Mail- Adresse: info@fdm-data.com

 




Mittwoch, 14. September 2011

Danksagung von Dr. Georg Harrer zum Fasziendistorsionsmodell Kongress

Der Wiener FDM Instruktor Dr. Georg Harrer hat auf der Internetseite der europäischen Fasziendistorsionsmodell Organisation (EFDMA) eine Danksagung an die Teilnehmer und Vortragenden des internationalen FDM Kongresses "20 Jahre Triggerband", der Ende August in Wien stattfand, gerichtet.
Dr. Harrer, der FDM Kurse, unter anderem bei der Arbeitsgemeinschaft Interdisziplinäre Medizin (AIM) von Prof. Matthias Fink (Hannover), unterrichtet, weist in seiner englischsprachigen Danksagung daraufhin, dass es der bisher größte offizielle FDM Kongreß mit fast 200 Teilnehmern war und dass alleine die große Anzahl an FDM Begeisterten die gute Atmosphäre des Kongresses möglich gemacht hätte.
Bald wird es eine DVD mit den wichtigsten Ereignissen des Kongresses geben. Auf diesem gab es unter anderem Workshops mit dem japanischen FDM Instruktor Keisuke Tanaka FDM O., der auch FDM Videos veröffentlicht hat, und der us-amerikanischen FDM Therapeutin Marjorie Kasten, Autorin von dem ersten FDM Buch zum Thema Inversionstherapie.
Die Danksagung von Dr. Georg Harrer und weitere Informationen zum Fasziendistorsionsmodell, FDM Kursen und FDM Therapeuten sind unter http://www.fdm-europe.com zu finden.

Osteopathieforum von Osteokompass: Offener Brief von Peter Wührl mit über vierzigtausend Zugriffen

Auf dem Osteopathie- Portal OsteoKompass hat der Offene Brief, den der Hamburger Osteopath und Betreiber des Osteopathieblog "funny bones" Peter Wührl D.O. einst "an die osteopathischen Qualitätssicherer" schrieb, die magische Grenze von vierzigtausend Besuchern überschritten.
Der Offene Brief setzt sich kritisch mit dem Begriff der Qualitätssicherung in der Osteopathie auseinander und hatte schon vor zwei Jahren, bei seiner Veröffentlichung, für einigen Wirbel in der Osteopathieszene gesorgt. Noch bis vor etwa einem Monat hatte der Offene Brief an die osteopathischen Qualitätssicherer etwa dreitausend Zugriffe weniger. Dies zeigt, dass das Thema Qualitätssicherung in der Osteopathie, vielleicht auch vor dem Hintergrund des neuen grundständigen Studienganges Osteopathie an der Hochschule Fresenius und dem Bachelorstudiengang an der Steinbeis Hochschule Berlin, die osteopathisch arbeitenden Therapeuten im deutschsprachigen Raum weiter zu beschäftigen und zu interessieren scheint.

Newsletter des Fascia Research Congress für September erschienen

Der heute versandte Newsletter für den dritten Faszienkongress in Vancouver (März nächstes Jahr) weist schon einmal auf kommende Veranstaltungen rund um den kommenden Faszienkongress hin.
Es wird im März unter anderem ein Symposium der Ida P. Rolf Research Foundation Research zum Thema Project Funding und Methodologie im Sheraton Wall Centre Hotel in Vancouver geben. Präsentationen sollen dann von einigen der führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Faszien gehalten werden. Dabei werden aktuelle Forschungsprojekte vorgestellt und es soll interessante Einblicke zum "Funding" geben. Hintergrund ist, dass natürlich mehr Menschen motiviert werden sollen, auf dem Gebiet der Faszien zu forschen und dafür in der Lage sein müssen, die notwendigen monetären Mittel zu organisieren. Dazu gehören laut Aussage des Newsletters der Macher des Faszienkongresses neben Wissenschaftlern auch Therapeuten, die klinische Studien durchführen. Jeder Wissenschaftler oder Praktiker, der dazu beiträgt, neue Erkenntnisse zu Faszien beizusteuern, ist willkommen.
Verantwortlich für die Organisation zeichnet wieder einmal Dr. Thomas Findley.
Wenn auch Interesse am Erhalt des Newsletters des Fascia Research Congress besteht, so kann man sich unkompliziert auf der Website eintragen. Dort wird auch noch einmal auf die verlängerte Abgabezeit für Abstracts hingewiesen und es werden wertvolle Informationen für die Dauer des Aufenthaltes während des Kongresses gegeben, wie zum Beispiel für Übernachtungsmöglichkeiten.

Freitag, 9. September 2011

Dritter Fascia Research Congress in Vancouver: Spread the Word

Die Macher des dritten Fascia Research Congresses in Vancouver rufen dazu auf, Werbung für den Kongress zu machen. Dazu empfehlen sie, per Twitter oder facebook Nachrichten des Faszienkongresses weiter zu verbreiten. Desweiteren kann man sich Banner des Kongresses
http://www.fasciacongress.org/2012/banners/banner_link_120x120-1.png Banner vom dritten Faszienkongress in Vancouver

auf der Internetseite vom FRC 3 herunterladen, um diese in kleine Artikel (wie diesen hier), einzuarbeiten.
Auf dem dritten internationalen Faszienkongress werden viele spannende Vortragende aus dem klinischen und dem Forschungsbereich zum Thema Faszien erwartet. Die ersten Fascia Research Congresse fanden in Boston und in Amsterdam statt. Für den dritten Faszienkongress in Vancouver werden von den Veranstaltern massiv Netzwerke wie Twitter, hootsuite und facebook genutzt.

FRC 3: Abstracts können noch bis Anfang Oktober eingereicht werden

Ein Rundschreiben vom International Fascia Research Congress im Namen von Geoffrey Bove und Thomas W. Findley, weist darauf hin, dass Abstracts noch bis zum ersten Oktober eingereicht werden können. Damit ist für Kliniker und Forscher die Frist etwas verlängert worden.
Besonders von der therapeutischen Seite erbitten die Macher des dritten Faszienkongresses noch mehr Abstracts in Form von Fallstudien oder Datenerhebungen aus der Praxis. Sie weisen daraufhin, dass Abstracts die Erkenntnisse über Faszien erweitern und im klinischen Alltag vielfach anderen Kollegen helfen könnten.

Donnerstag, 8. September 2011

Artikel von Thomas Findley zum kommenden Fascia Research Congress

Das Fascia Research Congress Team hat erneut auf einen interessanten Artikel zum Thema Faszien und Faszienkongress wie hootsuite hingewiesen.
Im International Journal of Therapeutic Massage & Bodywork (IJTMB) ist ein Artikel von Thomas Findley, MD, PhD erschienen, der die Geschichte der Entstehung der Fascia Research Kongresse und die Herausforderungen an Forschung und Praxis zum Thema Faszien beleuchtet.
Thomas Findely ist Arzt und Rolfing- Therapeut und hat sich innerhalb der Rolfing Community der Forschung verschrieben. Er hat die Faszienkongresse in Boston und Amsterdam maßgeblich mit initiiert und den Fascia Research Course an der Universität Ulm mit Dr. Robert Schleip.
Bekannt geworden als Rolfing Therapeut ist er unter anderem durch die Behandlung von Sportlern und dem Superman- Darsteller Christopher Reeve.
Der Artikel ist unter dem Facebook Konto des Fascia Resaerch Congresses (FRC 3) einsehbar.

Dienstag, 6. September 2011

Ernährungs- Umfrage: Die meisten Menschen kennen ihren echten Hunger

Der Frankfurter Ernährungswissenschaftler Uwe Knop hat Teile seiner Umfrage veröffentlicht, ob Menschen in den Industriestaaten noch ihr echtes Hungergefühl kennen.
In der Umfrage, die Knop in drei Ländern durchführte kannten von 515 Befragten 82 Prozent ihren echten Hunger.
Damit widerlegt Uwe Knop, Autor von "Hunger und Lust- Das erste Buch zur Kulinarischen Körperintelligenz", zum wiederholten Male Vermutungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).
Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen, sowie ein Interview mit der DGE-Sprecherin Antje Gahl, hat Uwe Knop auf der Seite www.echte-esser.de veröffentlicht.
Interessant aus Sicht des Fasziendistorsionsmodells unter der Zuhilfenahme der Körpersprache und der subjektiven Aussagen der Patienten wäre es sicherlich, einmal eine Umfrage zum echten Körpergefühl zu machen. Wie viele Menschen beispielsweise noch in ziehendem oder stechendem Schmerz spüren oder bei denen nur noch "die Athrose" weh tut oder die statt Rückenschmerzen "Bandscheibenvorfall" haben.

Fascia Research Congress: Artikel von Helene Langevin und Peter Huijing

Auf einem aktuellen Facebook Eintrag weist der Fascia Research Congress auf einen Artikel der us-amerikanischen Faszienforscherin Helene Langevin und des holländischen Faszienforschers Peter Huijing hin.
In dem Artikel gibt es grundsätzliche Informationen zu Begriffen rund um Faszien wie Aponeurose, intermuskuläre Septen, interossäre Membranen und ähnliche. Der Artikel von Langevin und Huijing erschien zwar schon vor 2 Jahren in dem International Journal of Therapeutic Massage & Bodywork, die Informationen sind aber noch hochaktuell. Gerade vor dem Hintergrund, dass Faszien und mit ihnen verbundene therapeutische Erklärungsansätze immer mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit treten.
Der ganze Artikel über Faszien unter 
http://ht.ly/6mTp3

Montag, 5. September 2011

FDM Buch: Inversionstherapie von Marjorie Kasten PT

Auf dem Internationalen FDM Kongress in Wien war der Inversionsworkshop mit Marjorie Kasten PT, longtime student des Begründers des Fasziendistorsionsmodells Dr. Stephen Typaldos, eines der praktischen FDM Highlights.


 Marjorie Kasten demonstrierte die Inversionstherapie und wies auch auf mögliche Kontraindikationen hin.

Schnell vergriffen war deshalb auf dem Kongress ihr FDM Buch über Inversionstherapie "Which way is up when you are upside down". In dem FDM Buch beschreibt Marjorie Kasten, wie sie Dr. Stephen Typaldos kennengelernt hat und geht auf die Begründung des FDM ein. Das FDM Inversionsbuch Buch ist in Deutschland über die FDM Toolbox als Ringbuch erhältlich, damit es in der Praxis als Nachschlagewerk nutzbar ist.

Sonntag, 4. September 2011

Osteopathie in der Schweiz: Weiterer Osteopathieverband

In der Schweiz scheint sich etwas im Bereich der Osteopathie zu bewegen. Wie das deutsche Osteopathieportal Osteokompass vermeldet, hat sich dort (schon im April) ein neuer Osteopathie- Verband namens Osteopathievereinigung Schweiz (OVS) formiert. Sie tritt damit in Konkurrenz zu alleinigen bisherigen Osteopathenvereinigung FSO- SVO. Ob sich dadurch berufspolitisch für die Osteopathie etwas ändert ist fraglich.

Highlights vom Internationalen FDM Kongress in Wien

Bei dem Internationalen FDM Kongress in Wien gab es eine große Zahl von interessanten Vorträgen und praktischen FDM Einheiten.
Im Bereich der Praxis ist sicherlich Keisuke Tanaka FDM O. zu nennen, der für die Membrana interossea am sitzenden Patienten Techniken zeigte und eine Präsentation für verschiedenartige Zylinder vortrug. Dabei ist es immer wieder phänomenal zu beobachten, wie Keisuke Tanaka FDM O. aus dem Buch von Dr. Stephen Typaldos seine Erkenntnisse zieht.
Ein weiterer beeindruckender Vortrag war der von Dr. Georg Harrer, der über Beschwerden des Beckenbodens aus FDM Sicht referierte.
Die Vielzahl an Kursen die von der EFDMA zertifiziert sind, regt die Kreativität einzelner FDM Therapeuten an. So von dem ursprünglich aus Weimar stammenden, aber nun in Österreich FDM praktizierendem Stephan Baumert. Stefan Baumert praktiziert sogenanntes Active FDM: Mit Dehnungen, sowie Geräte- und Balance- Training.
Besonders hervorgehoben werden muss Dr. Lukas Gallei, seines Zeichens Ärztlicher Leiter der Ambulatorien der BGKK der Burgenländischen Gebietskrankenkasse. Bei der Podiumsdiskussion über den Einsatz des Fasziendistorsionsmodells in Krankenhäusern präsentierte er selbstbewusst sein Modell des Einsatzes des FDM am Krankenhaus und konstatierte ausdrücklich, dass das Fasziendistorsionsmodell aus dem Klinikalltag, nicht nur wegen der Kostenersparnis, nicht mehr wegzudenken sei. Es wird dort unter der Leitung von Dr. Gallei sogar höchstwahrscheinlich zu einem weiteren Ausbau des Einsatzes vom FaszienDistorsionsModell kommen.
Neben den erwähnten Vorträgen gab es noch eine Vielzahl von Dozenten die auf dem Internationalen FDM Kongress zeigte, wie das Fasziendistorsionsmodell und die Fascial Distortion Medicine auf dem Vormarsch in den klinischen Alltag sind.
Es ist anzunehmen, dass Dr. Stephen Typaldos, der Begründer des FDM, sich sicherlich über diese Entwicklungen und vor allem über die Bemühungen seiner ehemaligen Schüler wie Dr. Byron Perkins, Dr. Georg Harrer, Christoph Rossmy, Keisuke Tanaka und Marjorie Kasten sehr freuen würde. Dass sie sich bemühen, das FDM im Sinne ihres Lehrers und Mentors weiterzuentwickeln und die Verbreitung des FDM voranzutreiben- Stay in the model.



Freitag, 2. September 2011

FDM Kongress: Dr. J.C. Guimberteau mit bemerkenswertem Statement

Auf dem Internationalen FDM Kongress in Wien, der Anfang dieser Woche endete, zeigte unter anderem der französische Handchirurg Dr. J.C. Guimberteau ein neues Video von seinen endoskopischen Aufnahmen des, die Muskeln umgebenden, Fasziengewebes. Nach den beeindruckenden Film- Aufnahmen der Faszien und ihrer Struktur durch Dr. Guimberteau gab es, wie bei allen Vortragenden auf dem Fasziendistorsionsmodell Kongress in Wien, die Möglichkeit, im Anschluss Fragen zu stellen.
Eine häufig auftauchende Frage an Dr. Guimberteau war, wie er als Handchirurg in das offensichtlich chaotisch anmutende Fasziengeflecht Ordnung bringt, bzw., ob er dort eine Ordnung erkennen konnte. Die Antwort von Dr. Guimberteau war, dass es in der Natur doch nie eine für uns erkennbare Ordnung gibt. Wenn man sich einen Baum ansehen würde, so Dr. Guimberteau, wäre die Struktur total chaotisch. Weiter führte Dr. Guimberteau aus, dass die Natur mit diesem Chaos aber ganz gut zurecht kommt- nur wir Menschen bräuchten für uns eine Ordnung. Die Natur funktioniere aber ohne das von den Menschen gewollte Ordnungssystem prima. 
Mit diesem Statement greift Dr. Guimberteau ein Thema auf, das schon in dem Roman "Der Gastprofessor" von Robert Littell Thema war: Was wir Menschen als reine Zufälligkeit oder Chaos bezeichnen, sind Erscheinungen, die wir nicht deuten oder beherrschen können, aber aus denen die Natur zum größten Teil besteht.
"Die Natur (...) erzeuge Erscheinungen von so gewaltiger Komplexität und Unberechenbarkeit, daß sie dem sich bloßen Auge als Beispiele reiner Zufälligkeit darstellten. Indes sei diese vermeintliche Zufälligkeit (...) nichts weiter als der Name, den wir unserer Unwissenheit gäben."
Robert Littell "Der Gastprofessor" S. 17

In der Medizin bemühen wir uns unablässig, eine Ordnung in das "natürliche" Chaos zu bringen, da wir wenig von den eigentlichen Abläufen zu verstehen scheinen. Die Körpersprache nach dem FaszienDistorsionsModell und die auf phänomenologischen Beobachtungen aus der Praxis besruhende Fascial Distortion Medicine von Dr. Stephen Typaldos, stellen Werkzeuge dar, die das Chaos der Natur zulassen und trotzdem eine spezifische Hilfe für sich an FDM Therapeuten wendende Patienten bieten.



Donnerstag, 1. September 2011

Zeitungsartikel über Klaus Eder und FDM

Die österreichische Tageszeitung "Die Presse" hat in ihrer Montagsausgabe ein Interview mit dem bekannten Sportphysiotherapeuten Klaus Eder veröffentlicht. Klaus Eder ist unter anderem durch seine langjährige Zusammenarbeit mit Dr. Müller- Wohlfahrt bei der deutschen Fußballnationalmannschaft und Bayern München bekannt geworden. Darüberhinaus betreute er schon das deutsche Olympia- Team und Davis- Cup Team. Im Sportbereich ist Klaus Eder eine Instanz.
In dem Interview spricht sich Klaus Eder offen für das Fasziendistorsionsmodell aus und berichtet, wie er das Fascial Distortion Model von Dr. Stephen Typaldos schon 1997 in den USA durch den in New York praktizierenden Arzt Norman J. Marcus kennengelernt hat. Desweiteren spricht Klaus Eder davon, wie er bei den Fußballspielern Triggerbänder behandelt und diese meist sofort weiterspielen können.
Am letzten Wochenende war Klaus Eder auch beim Internationalen FDM Kongress in Wien als Referent zum Thema FDM im Sport von den 200 FDM Therapeuten und FDM Interessierten gehört worden.
Das Interview als Online- Version unter http://diepresse.com/mobil/home/sport/fussball/689190